Aufführungen auf den Domstufen ab 18:00 Uhr
Am 10. November versammeln sich abends auf dem
Erfurter Domplatz, vor der grandiosen Kulisse von
Dom und Severikirche,
wieder tausende Kinder und Erwachsene mit leuchtenden Papierlaternen um Martini zu feiern. Auf dem riesigen Platz herrscht dann eine ganz besonders feierliche Atmosphäre, während auf den Domstufen Darstellungen aus der christlichen Geschichte gegeben werden.
Das Fest hat seinen Ursprung im Martinsfest am 11. November. An diesem Tag wird an den heiligen Martin von Tours gedacht. Er war einst ein römischer Soldat, der aus christlicher Überzeugung seinen Dienst quittierte. Noch als Soldat teilte er vor dem Stadttor von Amiens seinen Mantel mit einem Bettler und wurde damit zur Legende. Ihm zu Ehren gibt es in manchen Gegenden sogar Prozessionen.
In
Erfurt ist das etwas anders: Am 10. November ist der Geburtstag von Martin Luther. Es wurde zur Tradition, dass die Erfurter Kinder bereits am Vorabend des Martinsfestes mit ihren Laternen zum Domplatz gehen um sowohl Martin Luther als auch Martin von Tours zu gedenken. Damit begehen in
Erfurt
die evangelische und die katholische Kirche gemeinsam das Fest im ökumenischen Geist.
Bereits ab 10:00 Uhr findet auf dem Domplatz der inzwischen traditionelle Martinsmarkt statt. Verkaufsschlager sind die Martinslaternen und die beliebten Martinshörnchen. Die Erfurter Martinshörnchen sind ein Blätterteiggebäck mit Parzipan- bzw. Marmeladenfüllung, das an diesem Tag in der gesamten Stadt verkauft wird.
Woher kommt das Martinsfest und wie wird Martini in anderen Regionen gefeiert? Erfahren Sie mehr im
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