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Donaueschingen - Donauversickerung bei Immendingen
 Kreis Tuttlingen   Schwäbische Alb   Donau 

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Fotos: Kreuzschnabel, Roland Nonnenmacher und Drombalan - Creative Commons

Manchmal ist die aufsehenerregende Versickerung der Donau ein sehr ungewöhnliches Naturschauspiel und manchmal eben nicht. Das hängt einfach von den vorab gefallenen Niederschlägen ab. Wenn es einmal besonders lange trocken war, dann verschwindet die an mehreren Stellen bei Immendingen versickernde Donau vollständig und im Flussbett kann man dann trockenen Fußes entlanglaufen. Hat man den richtigen Zeitpunkt nicht erwischt, dann sind in der Donau allerdings nur gelegentliche Strudel zu entdecken, als ob gerade der Stöpsel in einer bzw. in mehreren Badewannen gezogen wurde. Diese Strudel sind auf der unruhigen Wasseroberfläche allerdings nicht so einfach auszumachen. Dadurch lohnt sich der Besuch der Naturattraktion nur im Sommerhalbjahr an durchschnittlich etwas mehr als 150 Tagen, wenn der gesamte Fluss trockenfällt. Logistisch gesehen ist das Ausflugsziel also schwer erreichbar, denn Öffnungs- und Betriebszeiten gibt es hier naturgemäß nicht. Da hilft einfach nur Wetterbeobachtung, Geduld und auch ein wenig Glück.
Natürlich verschwindet das Wasser nicht. Es tritt nämlich bereits 12 Kilometer weiter, an einer ganz anderen Stelle, wieder an die Oberfläche - und speist dort die Quelle der Aach, um dann nach weiteren Kilometern im Bodensee zu münden. Damit wird der obere Teil der Donau an trockenen Tagen vollständig zu einem Nebenfluss des Rheins. Wenn auch die Donauversenkung, wie die Donauversickerung ebenfalls genannt wird, nicht die einzige Karsterscheinung dieser Art ist, so ist sie doch zumindestens in Deutschland die spektakulärste.
Die Hauptversickerungsstelle, an der die Donau regelmäßig vollständig austrocknet, liegt östlich von Immendingen. Von einem ausgeschilderten Parkplatz aus führt ein zirka 1,5 Kilometer langer Wanderweg an diese Stelle.


Lage der Donauversinkung bei Immendingen:

Luftbild von der Donauversinkung bei Immendingen, mit Straßenkarte und Zoomfunktion auf www.maps.google.de. Auf dem Luftbild ist das plötzlich ausgetrocknete Flussbett deutlich zu erkennen, während wenige Kilometer weiter das Wasser wieder vorhanden ist. Die ausgeschilderte Zufahrt zum Parkplatz erfolgt über die Straße "Unterer Ösch". Deshalb muss man an der Landstraße Richtung Engen, hinter der Donaubrücke, erst einmal in Richtung Westen abbiegen.



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