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Fotos: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, Immanuel Giel und Dirk Altenkirch Fast 450 Meter lang ist die Front der aus mehreren Bauteilen bestehenden und durch Höfe und Risalite gegliederten Anlage. Damit nimmt das Schloss die gesamte Westseite der Mannheimer Altstadt ein. Das als Residenz für den Kurfürsten Karl III. Philipp von der Pfalz errichtete Bauwerk repräsentierte die Stellung der Herrscher im Heiligen Römischen Reich. Es wurde deshalb nach dem Vorbild von Schloss Versailles erbaut und war offiziell sogar größer als das Schloss der Französischen Könige, da es genau ein Fenster mehr besaß. Tatsächlich ist es jedoch etwas kleiner und damit "nur" das zweitgrößte Barockschloss in Europa. Der Bau dauerte mit mehreren Unterbrechungen insgesamt 40 Jahre und erst der Sohn Karl Theodor konnte die Fertigstellung erleben. Prunkvolle Räume zeigten die Macht der Kurfürsten und im 19. Jahrhundert kamen sogar noch im Stil des Empire gestaltete Zimmer für die Großherzogin Stéphanie von Baden hinzu. Kein Wunder, dass die Mannheimer besonders Stolz auf ihr Schloss sind. Deshalb haben sie die ehemalige Residenz in einem Zeitraum von 60 Jahren mühevoll wieder aufgebaut, denn das Schloss wurde im Zweiten Weltkrieg nahezu vollständig zerstört. Die Anlage wird heute unter anderem von der Universität Mannheim genutzt. Doch seit 2007 gibt es auch ein Schlossmuseum. Hierzu wurden die wichtigsten herrschaftlichen Räume der Beletage nach alten Plänen und Fotos wieder hergerichtet und mit hochwertigen Ausstellungsstücken ausgestattet. Ebenso sehenswert ist die bereits unmittelbar nach dem Krieg wieder aufgebaute und 1956 neu geweihte Schlosskirche. | ||
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Öffnungszeiten und weitere Informationen zum Schloss Mannheim: | ||
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