er "Woid", so wie das hauptsächlich in
Niederbayern
liegende Mittelgebirge von den Einheimischen genannt wird, bildet den Kern des größten zusammenhängenden Waldgebietes in Europa. Mit seinen hohen Bergen und den kaum berührten, naturnahen Wäldern ist der Bayerische Wald das ideale Urlaubsgebiet für Wanderfreunde und Naturliebhaber. Deshalb entstand in dieser dünn besiedelten Region bereits 1970 der erste Nationalpark Deutschlands.
Viele Aussichtstürme auf den oft mehr als 1.000 Meter hohen, dicht bewachsenen Gipfeln dieser Mittelgebirgslandschaft belohnen die Wanderer mit phantastischen Rundblicken. Daneben ist der Bayerische Wald auch ein gern besuchtes Wintersportgebiet mit mehreren Pisten, die mittels Liftanlagen für den Skisport erschlossen sind.
Genau genommen handelt es sich bei dem Bayerischen Wald um zwei parallel verlaufende, von einer breiten Senke geteilte Gebirgszüge, wobei der nordöstliche Teil geologisch gesehen eigentlich zum tschechischen Böhmerwald gehört. Im Norden geht die Gebirgskette in den Oberpfälzer Wald und im Süden in den österreichischen Sauwald über. Jahrhunderte lang wurde die gesamte Bergregion deshalb auch als Böhmerwald bezeichnet. Erst durch den Zerfall des Deutschen Bundes im Jahr 1866, durch den das böhmische Territorium endgültig aus dem deutschen Staatsgebiet ausschied, und der späteren Abriegelung der Grenze zum heutigen Tschechien entstand die Bezeichnung Bayerischer Wald. Zur Unterscheidung der beiden Gebirgszüge haben sich heute die Begriffe Vorderer und Hinterer Bayerischer Wald durchgesetzt.
Die gesamte Region lebt hauptsächlich von Landwirtschaft und Tourismus. Deshalb ist ein Urlaub oder Aufenthalt im Bayerischen Wald besonders angenehm und erholsam.
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