
![]() Häuser im Inn-Salzach-Stil in der Altstadt von Mühldorf am Inn Foto: Alexander Z. - GNU-Lizenz für freie Dokumentation |
iner schrecklichen Feuersbrunst im Jahr 1640 hat die Stadt Mühldorf am Inn ihr heutiges Aussehen zu verdanken. Als Folge von solchen Ereignissen entstand in der gesamten Region der so genannte Inn-Salzach-Baustil. Große, über die Dächer herausragende Fassaden bestimmen das Aussehen der im 17. und 18. Jahrhundert erbauten Häuser. Mit diesem Gestaltungsstil werden die hier aus Brandschutzgründen verkehrt herum erbauten Dächer verdeckt.Da sich die Brände vor allem über die Dächer von Haus zu Haus verbreitet hatten, mussten nun die Brandwände zwischen den traditionellen Giebelhäusern höher gezogen werden und die Dächer demzufolge zur Hausmitte fallen. Mit den hochgezogenen Fassaden wurde das nun sehr ungewöhnliche Aussehen der Bauwerke kaschiert. Trotzdem sind anhand der aus den Fassaden herausgeführten Regenrinnen die Strukturen der Dächer oft gut zu erkennen. Bereits im Mittelalter besaß Mühldorf Stadtrecht. Deshalb war die Stadt auch von einem starken Befestigungsring umgeben. Heute sind davon noch die beiden Stadttore erhalten, die den rund 500 m langen Stadtplatz begrenzen. Er ist Kern der Altstadt und Mittelpunkt des Stadtzentrums. Neben den fast ausschließlich im regionaltypischen Stil erbauten Bürgerhäusern sind noch einige mittelalterliche Kirchen und das ehemalige fürstbischöfliche Schloss besonders sehenswert. |
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