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Am Pferdskopf in der Rhön
Am Pferdskopf in der Rhön - weiter »

Foto: Marco Klüber - GNU-Lizenz für freie Dokumentation

aum eine andere Region Deutschlands wurde so stark durch Vulkanismus geformt wie die Rhön. Das zwischen Thüringen, Hessen und Bayern liegende Mittelgebirge besteht zu einem großen Teil aus nebeneinander liegenden, manchmal kegelförmig aussehenden Kuppen, die vor rund 25 bis 10 Millionen Jahren durch Vulkantätigkeit entstanden sind. So ein richtiges, zusammenhängendes Gebirge ist die Rhön daher an vielen Stellen gar nicht. Oft handelt es sich um eine relativ niedrig liegende Landschaft, die von teilweise mehr als 900 Meter hohen Bergen durchsetzt ist. Einst waren diese Berge noch viel gewaltiger. Doch das meiste Material wurde im Verlauf mehrere Jahrmillionen wieder abgetragen, sodass von den ehemaligen Vulkanen oft nur noch Reste der erstarrten Vulkanschlote übrig geblieben sind. Durch die Eiszeiten wurden diese aus Basalt und Phonolith bestehenden Felsen zu großen Schuttbergen zersetzt, die als unbewachsene Blockhalden heute eine typische Landschaftsform der Rhön bilden. Daneben blieben aber auch noch einige Felsen stehen, an denen heute beliebte Wanderwege entlangführen und die zum Teil von Kletterenthusiasten bestiegen werden.
Einst war die Rhön für ihre geschlossenen Buchenwälder bekannt. Doch der Waldbestand wurde in der Vergangenheit zu großen Teilen gefällt und konnte durch die starke Beweidung mit Rhönschafen nicht mehr nachwachsen. Die Landschaft zeigt sich deshalb weitgehend offen. Besonders interessant ist es daher einmal zwischen Bischofsheim an der Rhön bis Fladungen auf der Hochrhönstraße entlangzufahren und die sich dort bietende Aussicht zu genießen.
Typisch für die Rhön sind auch mehrere große Moorgebiete. Diese entstanden durch die Verlandung von Seen, die sich einst in abflusslosen Senken gebildet hatten. Die Moore gehören heute zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Region. Besonders erwähnenswert sind hierbei das Schwarze Moor und das Rote Moor. Die unter Naturschutz stehenden Feuchtbiotope können auf Stegen und Knüppelpfaden besichtigt werden.
Das gesamte Gebiet ist sehr dünn besiedelt und fast ausschließlich ländlich geprägt. Größere Städte befinden sich nur außerhalb dieser Berglandschaft. Für Naturliebhaber ist die Rhön deshalb ein ideales Urlaubsziel. Zwei Freilichtmuseen (in Tann und in Fladungen) sowie mehrere Burgen und Klöster reflektieren die historische Vergangenheit. In den umliegenden, sehr sehenswerten Städten Fulda, Bad Kissingen und Meiningen befinden sich aber auch interessante Zentren der Kunst und der Kultur, die für die passende Abwechslung im Urlaubsprogramm sorgen.

Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele in der Rhön:

Steinwand
Sowohl bei Klettersportlern als auch bei Wanderern ist die Steinwand bei Poppenhausen sehr beliebt. Zugleich ist sie die bekannteste und größte Felsengruppe der Rhön.
Wasserkuppe
Der in der Rhön liegende höchste Berg Hessens ist im Sommer durch seine Segelflieger, Modellflugzeuge und Paraglider als Berg der Flieger bekannt und in der kalten Jahreszeit ein beliebtes Zentrum des Wintersports.
Schafstein
Mit ihren großen Blockmeeren aus Basalt besitzt die Rhön sehr seltene und bizarre Naturerscheinungen. Die imposantesten befinden sich am 832 Meter hohen Schafstein, der zudem einen sehr ursprünglichen Waldbestand besitzt.
Kreuzberg
Durch seine tolle Aussicht, das Franziskanerkloster und die Klosterbrauerei mit ihrer urigen Gaststätte ist der 928 Meter hohe Gipfel, der als auch als der heilige Berg der Franken gilt, das beliebteste Ausflugsziel in der Rhön.
Rotes Moor
Das renaturierte, für Besucher behindertengerecht erschlossene, Feuchtbiotop in der hessischen Rhön gibt interessante Einblicke in die Entstehung und die Nutzung von Moorgebieten.
Schwarzes Moor
An der Hochrhönstraße befindet sich eines der am besten erhaltenen Moorgebiete Deutschlands, durch das ein auf Bohlen angelegter Naturlehrpfad führt.
Fränkisches Freilandmuseum Fladungen
Ein Museumsdorf in der Rhön mit historischen Bauernhöfen und Werkstätten, einer Dorfkirche, Tieren, Bauerngarten und vielem mehr. Außerdem verkehrt regelmäßig die historische Museumseisenbahn zur Nachbarstadt Ostheim.
 

Weitere Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele in der Rhön, die auch von den Seitenbesuchern eingetragen wurden:

  • Tann - Das kleine Rhönstädtchen besitzt mehrere gut erhaltene historische Bauwerke und ein Naturmuseum mit Museumsdorf. Hier kann man das einstige bäuerliche Leben der Rhön kennen lernen. Außerdem informiert ein Grenzmuseum über die innerdeutsche Grenze, die 40 Jahre lang an der Stadt vorbeiführte. Informationen unter www.tanner-museen.de und www.tann-rhoen.de.

  • Basaltsäulen auf dem Gangolfsberg - An dem steilen Südosthang des 736 Meter hohen Gangolfsbergs führt ein Naturlehrpfad an mehreren der am besten erhaltenen Basaltprismenwände der Rhön entlang. Die zum Teil fünfeckigen und zum Teil sechseckigen Säulen entstanden beim Erkalten von Lava. Die Rundwanderung vom Parkplätze am Schweinfurter Haus aus dauert zirka 2 Stunden. Lage des Gangolfsbergs mit Google Maps.

  • Rother Kuppe bei Hausen - Dank Aussichtsturm und Berggaststätte ist der 711 Meter hohe Berg an der Ostflanke der Langen Rhön ein beliebtes Ausflugsziel. Informationen unter de.wikipedia.org/wiki/Rother_Kuppe.

  • Point Alpha - Hier lagen im Kalten Krieg die Vorposten von NATO und Warschauer Pakt unmittelbar gegenüber. Informationen über die heutige Mahn-, Gedenk- und Begegnungsstätte unter www.pointalpha.com.

  • Keltendorf Sünna - Mehrere Jahrhunderte lang war die Rhön nachweisbar von Kelten besiedelt. Auf dem Öchsenberg bei Unterbreizbach wurde ein 2500 Jahre altes keltisches Dorf rekonstruiert, in dem das Leben dieser einstigen Bewohner unserer Heimat anschaulich dargestellt wird. Informationen unter www.keltendorf-suenna.de.

  • Kegelspiel-Radweg - Auf der ehemaligen Bahnstrecke von Hünfeld über Eiterfeld nach Wenigentaft führt ein bequem zu befahrender 27 km langer Radweg durch die reizvolle Landschaft des hessischen Kegelspiels mit ihren kegelförmigen erloschenen Vulkanbergen. Sehenswürdigkeiten an der Strecke sind das Burghauner Café in einem restaurierten Personenwagon, das Viadukt Klausmarbach und das sogenannte Offene Buch, einer Sammlung von Redewendungen in Rhöner Mundart an mehreren Stellen. Informationen unter www.kegelspiel-radweg.de.

  • Burg Fürsteneck in Eiterfeld - Nördlich von Eiterfeld steht eine gut erhaltene Burg- und Schlossanlage, die ihr heutiges Aussehen im 18. Jahrhundert erhielt. Sie dient als Akademie für berufliche und musisch-kulturelle Weiterbildung. Auch wenn die Burg dadurch öffentlich zugänglich ist, besitzt sie kein Museum und keine Ausstellung, stattdessen offeriert die Einrichtung aber Angebote für den Bildungsurlaub. Informationen unter www.burg-fuersteneck.de.

  • Ruine Auersburg bei Hilders - Die südlich von Tann, am Hang des 757 Meter hohen Auersberges stehende Ruine einer Burganlage ist ein beliebtes Wanderziel in der Rhön. Weitere Informationen mit der Internetsuche: Ruine Auersburg.

  • Museum Dermbach - Als Museum zur Kunst- und Sozialgeschichte der Thüringischen Rhön informiert das Heimatmuseum von Dermbach anhand zahlreicher Exponate der Volkskunst und des Handwerks über die Entwicklung des Eisenacher Oberlandes. Informationen unter www.museum-dermbach.de.

  • Wildpark Gersfeld (Hochwildschutzpark Ehrengrund) - In der hessischen Rhön, im tief eingeschnittenem Ehrengrund, führt ein kurzer und ein langer Rundweg durch die 50 ha große Anlage, in deren großzügig angelegten Gehegen hauptsächlich einheimische Tierarten beobachtet werden können. Informationen unter de.wikipedia.org/wiki/Wildpark_Gersfeld.

  • Milseburg zwischen Kleinsassen und Danzwiesen - Bei dem Berg Milseburg handelt es sich um einen der beliebtesten Aussichtspunkte in der Rhön. Der Berg ist 835 Meter hoch und besitzt mit der Kreuzigungsgruppe von 1756 und einer kleinen Wallfahrtskapelle auch einige Sehenswürdigkeiten. Informationen unter www.milseburghuette.com.

  • Bad Brückenau - Als Stadt der sieben Heilquellen zählt Bad Brückenau schon seit mehr als 250 Jahren zu den beliebtesten bayerischen Heilbädern. Hiervon kündet die 3 km vom Stadtzentrum entfernt liegende prunkvolle Kuranlage mit Kursaalgebäude und Hotels aus der Zeit der Belle Belle Époque, in der einst auch König Ludwig I. öfter weilte. Informationen unter www.badbrueckenau.com.

  • Deutsches Fahrradmuseum Bad Brückenau - Anhand von 230 Fahrrädern, die von den Anfängen mit einer Laufmaschine von 1820 bis zu Zukunftsstudien reichen, kann in der Ausstellung die interessante Entwicklungsgeschichte des Fahrrads in Augenschein genommen werden. Informationen unter www.deutsches-fahrradmuseum.de.

  • Freizeitbad Sinnflut in Bad Brückenau - Ein Abenteuerbad für die ganze Familie, das mit einer aus dem Wasser ragenden Kletterwand neben Strömungskanal und Wasserfall auch eine besonders ungewöhnliche Attraktion besitzt. Informationen unter www.fluti.de.

  • Dreistelzberg - Auch wenn der Dreistelzberg nur 660 Meter hoch ist, bietet er dank eines Aussichtsturms eine hervorragende Aussicht, weshalb er ein beliebtes Ausflugsziel in der Region von Bad Brückenau ist. Informationen unter de.wikipedia.org/wiki/Dreistelz.

  • Tretstein-Wasserfall bei Wartmannsroth, Ortsteil Dittlofsroda - In einem klammartigen Einschnitt des Eidenbachs befinden sich mehrere Wasserfälle, unter denen der 3 Meter hohe Tretstein-Wasserfall der höchste ist. Informationen unter de.wikipedia.org/wiki/Tretstein-Wasserfall.

Wir freuen uns über weitere Tipps zu Touristenattraktionen, Sehenswürdigkeiten, Ausflugszielen und Freizeitangeboten in der Rhön, die am Seitenende eingetragen werden können.


Besondere Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele im Umland der Rhön:

Kirchenburg in Ostheim vor der Rhön
Mit ihrem von Mauern und Türmen umgebenen Gotteshaus besitzt die kleine Stadt Ostheim vor der Rhön die größte und eine der am besten erhaltenen Kirchenburgen Deutschlands.
Bad Kissingen
Im bekanntesten Kurort Deutschlands kann man zwischen gepflegten Parkanlagen und Prachtbauten den Glanz der alten Zeit bewundern, als Bad Kissingen noch eine der ersten Adressen für den europäischen Adel war.
Barockstadt Fulda
Mit dem Dom, dem Schloss, dem Barockviertel und der ehemaligen Universität ist die einstige Residenzstadt der Fürstbischöfe von Fulda eine der sehenswertesten Städte in Hessen.
Meiningen
Ein gut erhaltenes historisches Stadtzentrum mit Schloss und berühmtem Theater zeugt von der ehemaligen Bedeutung Meiningens als Residenzstadt sächsischer Herzöge.






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