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Das Nikolaiviertel ist nicht nur das einzige Gebiet der Metropole, in der ein Stück des historischen Berlins zu besichtigen ist, sondern auch die ursprüngliche Keimzelle der Stadt. Hier, am Ufer der Spree, befand sich einst die kleine Siedlung Berlin, die um 1230 das Stadtrecht erhielt. Ein Damm, der Mühlendamm, führte damals über die Spree, zum gegenüber liegenden Städtchen Cölln. Mittelpunkt des Areals ist die um 1200 errichtete romanische Nikolaikirche. Sie wurde 1945 zu großen Teilen zerstört und in den 1980'er Jahren wieder aufgebaut. In ihr befindet sich eine Ausstellung zur Geschichte der Stadt (vom Mittelalter bis zum Dreißigjährigen Krieg). Kleine gepflasterte Straßen und Gassen sowie schmucke Bürgerhäuser zeigen im Umfeld der Kirche ein ursprüngliches Stadtbild. Doch ganz so original ist das Nikolaiviertel gar nicht. Tatsächlich handelt es sich um eine Revitalisierung der fast verschwundenen Altstadt aus Anlass der 750-Jahr-Feier (1987), bei der sich nicht immer an die historische Vorlage gehalten wurde. Neben sanierten und wieder aufgebauten Häusern stehen deshalb auch in ursprünglichen Stilen errichtete sowie einst an anderer Stelle vorhandene Bauwerke. Umfasst wird das Gebiet von Plattenbauten, die allerdings kleinteilige Proportionen besitzen und mit Arkaden, Giebeln und Zierrat ausgestattet sind. Das Nikolaiviertel ist somit eher ein mit Leben erfülltes Freilichtmuseum. Doch das tut der Sache keinen Abbruch. Mit dem Kunstmuseum im 1762 bis 1766 erbauten Ephraim-Palais und dem Biedermeier-Museum im Knoblauchhaus besitzt das Gebiet zudem auch besonders anspruchsvolle Sehenswürdigkeiten. Weitere Informationen zu den Museen und zur Nikolaikirche, inklusive den Öffnungszeiten, gibt es unter www.stadtmuseum.de. | ||
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