Unter den Linden ist die einstige Paradeallee preußischer Kurfürsten und Könige. Sie reicht von der Spreebrücke am Lustgarten bis zum
Brandenburger Tor.
Die Entstehung der Straße reicht bis in das 16. Jahrhundert zurück. Sie war ursprünglich ein Reitweg vom Berliner Schloss zum kurfürstlichen Jagdgebiet im zirka 1 km entfernten Tiergarten. Nach dem 30-jährigen Krieg wurde dieser Weg zu einer breiten mit Linden bepflanzten Allee ausgebaut. Sie führte damals noch zwischen Wiesen und Feldern entlang. Im 17. Jahrhundert entstanden links der Allee die Friedrichstadt und rechts die Doretheenstadt. Die Straße führte nun zwischen den beiden Vorstädten hindurch. Mit der äußerlichen Fertigstellung des
Zeughauses
im Jahr 1706 begann die Bebauung der Allee. Es folgten nun nach und nach kurfürstliche Palais und weitere höfische Bauwerke. Im 19. Jahrhundert fand die Ausgestaltung des Boulevards, durch den Bau von vornehmen Wohn- und Geschäftshäusern im westlichen Teil, ihren vorläufigen Abschluss. Die Allee wurde zu einer der berühmtesten Prachtstraßen Europas.
Verheerend war dagegen der II. Weltkrieg. Fast alle Bauwerke wurden zerstört. In den nachfolgenden Jahrzehnten musste die Straße mühevoll wieder aufgebaut werden, wobei die bedeutendsten Bauwerke ihr ursprüngliches Aussehen zurückerhielten.
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