Mit dem Schloss Biebrich besitzt Wiesbaden neben der eleganten Innenstadt auch am Stadtrand, direkt am Rheinufer, ein sehr attraktives Baudenkmal, das vor allem von der Flussseite aus gesehen einen brillianten Eindruck macht und deshalb zu den schönsten Schlössern am Rhein gehört. Einst residierten hier die Herzöge von Hessen-Nassau, bis sie 1866 ihre Herrschaft an Preußen abgeben mussten.
Das Schloss entstand in mehreren Bauabschnitten: Im Jahr 1696 wurde ein Gartenhäuschens für den Fürst Georg August errichtet, das später zu einem kleinen Schlösschen ausgebaut wurde, dem wiederum ein paar Jahre später noch ein zweites, identisch aussehendes Schlösschen für die Fürstin folgte. Erst danach reifte die Idee, die beiden Häuser zu einem Gesamtbauwerk zu vereinen, sodass die Arbeiten schließlich bis 1750 andauerten.
Wenn man sich heute die symmetrische Dreiflügel-Anlage anschaut, dessen Mittelpunkt eine mit Statuen geschmückte Rotunde mit Festsaal bildet, ist es kaum zu glauben, dass der Komplex nach dem II. Weltkrieg einmal stark dem Verfall preisgegeben war und bereits einige Teile des Schlosses gar nicht mehr existierten. Zum Glück besann sich aber die Landesregierung eines Besseren und der Bau wurde wieder instand gesetzt.
Da Schloss Biebrich heute als Verwaltungsbau dient, ist es nur von außen zu besichtigen. Lediglich zu besonderen Anlässen werden Schlossführungen angeboten. Allerdings kann man im Schlosscafé das elegante Ambiente genießen. Hinter dem Schloss liegt der riesige, öffentliche Schlosspark, an dessen Ende noch die künstliche Ruine der Mosburg zu besichtigen ist.
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