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Goslar - Bergbaumuseum Rammelsberg
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Ein Stollensystem mit hölzernen Wasserrädern, eine mit der Grubenbahn zu erreichende Abbaustätte, mittelalterliche Gänge mit farbenprächtigen Sulfaten und eine riesige Erzaufbereitungsanlage sind nur ein Teil von vielen Attraktionen, die das ehemalige Bergwerk Rammelsberg heute den Besuchern zu bieten hat. Mehr als 1.000 Jahre lang wurden am Rammelsberg Erze abgebaut. Die Geschichte des Bergbaus, die bis 1988 andauerte, kann man heute im Besucherbergwerk hautnah erleben.
Ohne die mit großen Mengen an Silber, Blei, Kupfer, Zink und sogar mit Gold angereicherte Erzschicht hätte sich die Stadt Goslar im Mittelalter niemals so prunkvoll entwickeln können. Das vor den Toren der Stadt liegende Bergwerk wurde 968 erstmals erwähnt. Es war für mehrere Jahrhunderte ein Garant für den großen Wohlstand der Goslarer Bürger. Der Legende nach wurde die Erzlagerstätte von Ritter Ramm, einem Gefolgsmann von Kaiser Otto I., zufällig entdeckt, nachdem sein Pferd ungeduldig mit den Hufen gescharrt hatte. Sicher ist hingegen, dass die Mine bereits wenig später Eigentum des kaiserlichen Hofes war. Sie war auch der Grund, warum im 11. Jahrhundert in Goslar die größte frühmittelalterliche Kaiserpfalz im heutigen Deutschland erbaut wurde.
Während anfangs das Erz ausschließlich im Tagebau gewonnen wurde, folgten bereits im 12. Jahrhundert die ersten Stollensysteme. Systematisch wurden diese mühevoll immer weiter in den Berg getrieben. Der letzte große Ausbau erfolgte 1936/37, als deutschlandweit der Abbau kriegswichtiger Rohstoffe besonders forciert wurde.
Durch seine umfangreiche Größe sollte man für den Besuch des Bergwerks viel Zeit einplanen. Neben mehreren Museen werden allein vier verschiedenartige Untertageführungen angeboten, die allesamt sehr sehenswert sind und die Methoden des Bergbaus vom 12. bis zum 20. Jahrhundert zeigen.

Öffnungszeiten: Täglich von 09:00 Uhr - 18:00 Uhr. Weitere Auskünfte unter Telefon: 05321-7500.


Lage des Bergbaumuseums:

Luftbild vom Bergbaumuseum Rammelsberg in Goslar, in der Rammelsberger Straße, mit Straßenkarte und Zoomfunktion auf www.maps.google.de.


Homepage vom Bergbaumuseum Rammelsberg:




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