Durch seine lange Baugeschichte und seine unvergleichbaren Kunstschätze gehört der Hildesheimer Dom zum UNESCO-Weltkulturerbe (ebenso die Kirche Kirche St. Michael). Bereits im Jahr 872 entstand das erste Bauwerk. Es wurde zwar später mehrfach erneuert, aber immer wieder auf den ursprünglichen Fundamenten und Grundmauern. Deshalb besitzt der Dom noch weitgehend seine ursprünglichen Proportionen, auch wenn das heutige Aussehen im Wesentlichen auf das 11. Jahrhundert zurückgeht. Damals wurde der Dom und der ungewöhnlich große Kreuzgang vollkommen neu errichtet. Deshalb zeigt sich der Komplex heute vornehmlich im romanischen Baustil. Nur wenige Ergänzungen entstanden in den nachfolgenden Jahrhunderten (z.B. die gotischen Seitenschiffe).
Die Kirche und das Dommuseum beherbergen ungewöhnlich viele Ausstattungsgegenstände und Kunstwerke aus dem 11. und 12. Jahrhundert. Hierzu gehören unter anderem die Bernwardstür aus dem Jahre 1015, die Christussäule von 1020 und der im 11. Jahrhundert entstandene Heziloleuchter.
Der berühmteste Teil des Doms ist allerdings die jedes Jahr an der Außenwand erblühende Wildrose. Sie wird als Tausendjähriger Rosenstock bezeichnet. Einer Sage nach soll der fränkische König Ludwig der Fromme hier im Jahr 815 eine Marienreliquie an eine Wildrose gehängt und damit die Rose veredelt haben. Nachweisbar bezeugt ist die heutige Rose immerhin bereits seit mehr als 400 Jahren. Einen besonderen Auftrieb bekam die Rosenlegende, als die Pflanze nach der nahezu vollständigen Brandzerstörung durch den Zweiten Weltkrieg im Frühjahr 1945 wieder neu austrieb.
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