Vollkommen zu Unrecht steht die im 12. Jahrhundert erbaute Kirche St. Godehard etwas im Schatten der beiden von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannten Hildesheimer Kirchen St. Michael und Dom. Tatsächlich gehört das auch als Godehardikirche bezeichnete Bauwerk durch die original erhaltenen Proportionen sogar zu den bedeutendsten Zeugnissen romanischer Baukunst in Deutschland. Warum die Kirche nicht mit in der UNESCO-Liste aufgenommen wurde, können wir deshalb nicht so recht nachvollziehen. Die Godehardikirche ist sogar das im Zweiten Weltkrieg am wenigsten beschädigte sakrale Bauwerk der Stadt. Nur geringfügige Reparaturen waren deshalb nach dem Krieg notwendig.
Im Kircheninneren beeindrucken hochromanische figuren- und ornamentreiche Kapitelle und im 19. Jahrhundert entstandene Ausmalungen. Die als Klosterkirche für den Benediktinerorden erbaute Basilika St. Godehard sollte deshalb bei einer Besichtigungstour durch Hildesheim nicht fehlen, zumal sie auch in einem vollständig erhaltenen historischen Viertel im Süden der Altstadt steht.
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