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Ein Naturschutzgebiet mitten in der Stadt! Wo gibt es das schon? Der Lüneburger Kalkberg stellt damit eine besondere Rarität dar. Die aus felsigen Hängen und Feuchtbiotopen bestehende Naturoase hat aber noch viel mehr zu bieten. Der Kalkberg blickt nämlich auf eine lange Geschichte zurück. Bereits im frühen Mittelalter befand sich eine Burg auf seiner Spitze. Später gehörte diese Befestigung den Lüneburger Herzögen, bis die Lüneburger Bürger sie schließlich als Zeichen der Unabhängigkeit im Jahr 1371 zerstörten. Jahrhunderte lang wurde hier das Material für die Bauwerke der Stadt abgebaut. Als Bruchstein und gebrannten Gips fand es vielseitige Verwendung. Später geriet das Gelände in Vergessenheit. Die Natur holte sich den Steinbruch wieder zurück und eine wunderschöne Landschaft entstand. Seit 1932 steht sie unter Naturschutz. Mehr als 300 Pflanzenarten, von denen über 50 auf der Roten Liste bedrohter Arten stehen, sind hier zu finden und ebenso auch viele seltene Tiere. Außerhalb des Naturschutzgebietes informiert ein rekonstruierter Gipsofen von 1819 über die einstige bergbauliche Nutzung des Kalkberges und auf dem Berg selber kann man die Aussicht auf die Stadt genießen. | ||
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