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Aachen - Dom
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Durch sein hohes Alter und seine bahnbrechende Architektur besitzt der Aachener Dom unter den Baudenkmälern eine exponierte Stellung. Handelt es sich hier doch nicht nur um die älteste erhaltene Kirche in Deutschland sondern sogar um den frühesten nördlich der Alpen errichteten Kuppelbau, der durch seine achteckige Form (heute im Mittelpunkt der später entstandenen Erweiterungen stehend) der Kirche schon von außen ein ungewöhnliches Aussehen verleiht.
Bereits um 800 wurde die ursprüngliche Kirche vollendet. Sie war die Palastkapelle der hier einst stehenden Kaiserpfalz von Karl dem Großen, die vom heutigen Dom, über den Katschhof bis zum Aachener Rathaus reichte, wo sich die für Audienzen genutzte Königshalle befand. Beim Bau der Kirche wurde komplettes Neuland betreten. Wurde doch seit dem Ende der Antike kein Bauwerk mehr in einer vergleichbaren Größenordnung errichtet. Die Fertigstellung der großen Kapelle war also für die damalige Zeit eine gewaltige Leistung, die auch von der Macht des Kaisers zeugte.
Im Jahr 936 ließ sich Otto I. in diesem Prunkbau krönen. Damit entstand die Tradition der Königskrönungen im Aachener Dom, die 600 Jahre lang andauern sollte. Hiervon zeugt noch der berühmte Marmorthron im Obergeschoss des Kuppelbaus, auf dem auch schon Karl der Große saß. Für die Krönungszeremonien wurde der Aachener Dom im Mittelalter erweitert, aber auch später regelmäßig umgebaut. Dadurch besitzen die meisten Teile des Domes heute ein hochgotisches Aussehen.
Unter den vielen Kunstschätzen in der Kirche sind der für Kaiser Barbarossa geschaffene Barbarossaleuchter im Oktagon (Kuppelbau) und der im 13. Jahrhundert für Reliquien hergestellte Marienschrein besonders erwähnenswert. Mindestens ebenso berühmt ist aber auch die separat zugängliche Domschatzkammer mit einem der weltweit bedeutendsten Kirchenschätze. Zurecht wurden Dom und Domschatz deshalb 1978 als erstes deutsches Kulturdenkmal in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Übrigens kann man im Dom auch das Grab von Karl dem Großen, den Karlsschrein, besichtigen. Ob die noch erhaltenen Körperteile aber wirklich von dem ehemaligen Kaiser stammen, konnte wissenschaftlich bisher nicht nachgewiesen werden.


Weitere Informationen zum Aachener Dom, inkl. Öffnungs- bzw. Besichtigungszeiten und Domführungen:




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