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Wuppertal
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Schwebebahn in Wuppertal
Wuppertaler Schwebebahn über der Wupper

Foto: JuergenG - Creative Commons

icher gehört Wuppertal aus zwei Gründen zu den ungewöhnlichsten Städten in Deutschland. Erstens gibt es hier die weltberühmte Schwebebahn (die schon für sich allein genommen ohnegleichen ist) und zweitens eine topografische Besonderheit. Die im Bergischen Land liegende Stadt schmiegt sich nämlich auf einer Länge von fast 15 Kilometern in das von steilen und felsigen Hängen umgebene Tal der Wupper. Dadurch konnte selbst an den breitesten Stellen die geschlossene Bebauung nur eine maximale Breite von 2 Kilometern erreichen, während an anderen Stellen schon nach 200 Metern Schluss ist. Deshalb wird Wuppertal auch oft als Bandstadt bezeichnet.
Wen wundert es, dass sich in so einer Stadt auch kein richtiges Stadtzentrum entwickeln konnte. Stattdessen gibt es gleich mehrere Innenstädte. Die bedeutendsten sind die von Elberfeld und Barmen. Damit sind wir auch schon bei der Geschichte von Wuppertal, denn die Stadt entstand erst 1929 durch die Vereinigung der gerade genannten, bis dato selbständigen Großstädte, unter Einbeziehung weiterer Städte und Gemeinden. Äußerlich zusammengewachsen war Wuppertal aber bereits vorher. Deshalb durchzieht die Wuppertaler Schwebebahn schon seit 1901 auf einer Länge von 13,3 km die gesamte Talregion. Sie verläuft meist mitten über der Wupper und ist als extravagantes Nahverkehrsmittel die touristische Hauptattraktion der Stadt. Da Wuppertal im Grunde genommen nur in West-Ost-Richtung verläuft, werden durch diese eine Linie fast alle wichtigen Stadtgebiete erschlossen.
So wie die Stadt eine lange Kette bildet, verteilen sich auch die Sehenswürdigkeiten. Zwar sind historische Bauwerke eher rar - Wuppertal begann erst im 19. Jahrhundert zu wachsen und die beiden Zentren wurden durch den Zweiten Weltkrieg arg in Mitleidenschaft gezogen - doch dafür folgen Villenviertel und Parkanlagen in scheinbar endloser Reihe. Sie steigen allesamt an den Hängen empor. Berühmt und berüchtigt sind deshalb Wuppertals steile Straßen und Treppen, weshalb die Stadt gern mit San Francisco verglichen wird. Allein 469 öffentliche Treppen zählt man. Die berühmteste befindet sich in Wuppertal-Elberfeld. Sie wird Tippen-Tappen-Tönchen genannt.
Doch die meisten Hänge blieben bis heute unbebaut. Sie sind hierfür einfach zu steil und wurden deshalb zu den besagten Parkanlagen umgestaltet. Somit gelangt man von vielen Stadtvierteln direkt ins Grüne. Auf den Anhöhen stehen mehrere im 19. Jahrhundert erbaute Aussichtstürme, die von Kleingärten aber auch von Wald und Wiesen umgeben sind. Besonders empfehlenswert sind der kostenfrei zugängliche Botanische Garten mit dem Elisenturm auf dem Hardtberg im Stadtzentrum und der Zoo am Hang des Kiesbergs. Da das ländliche Umland quasi direkt vor der Haustür liegt, befinden sich sogar zwanzig Naturschutzgebiete auf dem Territorium der Stadt. Wuppertal stellt damit auch eine einzigartige Verknüpfung aus Stadt und Land dar.


Offizielle Homepage von Wuppertal:
www.wuppertal.de

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