Die nördlich des Harzes liegende Teufelsmauer gehört zu den fantastischsten Naturerscheinungen
Deutschlands.
Auf einer 20 km langen Strecke läuft zwischen Blankenburg und Ballenstedt eine Felsenformation durch das Land, die an einigen Stellen wie eine von unheimlichen Mächten geschaffene Mauer aussieht, an anderen Stellen an einen Felsgrat im Hochgebirge erinnert und manchmal auch nur aus einem einzeln stehenden Felsen besteht. Wenn auch oft unterbrochen, kann man doch immer wieder in der Ferne die Fortsetzung der Erscheinung sehen. Auf Rundwanderwegen und einem teils auf den Felsen und teils neben den Felsen entlangführenden Pfad lässt sich das Naturschauspiel auf seiner gesamten Länge erkunden.
Entstanden ist die Teufelsmauer als Folge der Entstehung des Harzes. Die gewaltigen endogenen Kräfte, die das Gebirge aus der europäischen Scholle hervorbrachen, haben im Vorland zu starken Absenkungen und Verwerfungen geführt und dabei eine ursprünglich horizontal liegende Schicht in eine senkrechte Lage geschoben. Die aus unterschiedlichen Sedimenten bestehenden Gesteine wurden dabei wieder abgetragen. Nur eine besonders witterungsbeständige, aus verhärtetem Sandstein bestehende Schicht blieb erhalten. Diese Sandsteinlage besitzt eine unterschiedliche Stärke und ist an manchen Stellen nur wenige Meter stark. Deshalb haben sich auch so verschiedenartige Formen herausgebildet.
Besonders interessant ist die Teufelsmauer bei Neinstedt. Der Mittelstein und der Königstein bilden hier eine bis zu 20 Meter hohe Wand, die mit ihrer Stärke von gerade mal 3 bis 4 Metern wie eine zerstörte Festungsmauer aussieht. Nicht ohne Grund ranken sich gleich mehrere Sagen um diese Erscheinung, bei denen die Entstehung der Mauer meist dem Teufel zugeschrieben wird.
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