![]() Schlossberg mit Stiftskirche und Schloss - weiter » | ||||||||||
uedlinburg besitzt nicht nur eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Stadtkerne in
Deutschland,
sondern gehört auch zu den geschichtsträchtigsten Plätzen des Landes. Begonnen hatte die Entwicklung im Jahr 919, als der Überlieferung nach, dem sächsischen Herzog Heinrich am heutigen Quedlinburger
Finkenherd
der ostfränkische Königstitel angeboten wurde. Damit begann die Herrschaft sächsischer Könige über Mitteldeutschland. Bereits 962 gelang es Heinrichs Sohn Otto sogar die Kaiserkrone zu erlangen. Unter Otto I. entstand das Heilige Römische Reiche Deutscher Nation.Quedlinburg war zu dieser Zeit einer der wichtigsten Orte im Reich. Im Jahr 922 wurde die Quedlinburger Königspfalz erstmals erwähnt, da die Monarchen hier alljährlich das damals hoch angesehene Osterfest feierten. Zur gleichen Zeit wurde auch das Quedlinburger Damenstift als königliches Familiestift gegründet. Bis 1802 bestimmte das Stift wesentlich die Politik der Stadt. Allein mehr als 1.200 unter Denkmalschutz stehende Fachwerkhäuser zeugen heute von der einstigen Bedeutung der Stadt. Rund um das Damenstift entstanden mit dem Westendorf, der Altstadt, der Neustadt und dem Münzenberg verschiedenartige Siedlungskerne, die zum Teil erst im 19. Jahrhundert miteinander verwuchsen. Damit ist die Struktur der Quedlinburger Altstadt einmalig. Da die Stadt von Kriegen weitgehend verschont blieb und sogar nach dem Dreißigjährigen Krieg weiter prosperierte, ist Quedlinburg heute neben der Altstadt von Bamberg das größte in sich geschlossene Flächendenkmal in Deutschland. Es steht deshalb seit 1994 auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes. Besonders sehenswert ist außerdem der in den Schatzkammern der Stiftskirche aufbewahrte Quedlinburger Domschatz, der zu den wertvollsten Kirchenschätzen Deutschlands gehört. | ||||||||||
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