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Die von 1883 bis 1914 erbaute Speicherstadt ist heute aus Hamburg nicht mehr wegzudenken. Dabei war deren Bau ursprünglich sehr umstritten. Er wurde notwendig, damit Hamburg nach der im Jahr 1871 erfolgten Gründung des Deutschen Reiches über ein separat liegendes zollfreies Hafengebiet verfügt. Nur so konnte das angestammte Privileg der Hamburger Kaufleute zum abgabefreien Handel erhalten bleiben. Die auf den Elbinseln liegenden Altstadtgebiete wurden dabei als das ideale Gelände auserkoren. Ein umfangreiches Altstadtareal wurde komplett abgerissen. Rund 20.000 Menschen verloren dabei ihr historisch gewachsenes Wohngebiet. Durch die technischen Entwicklungen in der Schiffslogistik, speziell dem Handel in Containern, verloren die in neugotischer Backsteinarchitektur erbauten Speicherhäuser im 20. Jahrhundert zunehmend an Bedeutung. Dem darauf folgenden Leerstand und Zerfall begegnete man schließlich durch die Verlegung der Freihafengrenze. Nun nicht mehr von der Stadt abgegrenzt, entwickelte sich der größte, auf Eichenpfählen gegründete, Lagerhauskomplex der Welt zu einem beliebten Touristenziel und einem kulturellen Zentrum mit Museen, Erlebnisausstellungen und Vergnügungsstätten. Die Stadtentwicklung hat wieder einmal eine für Hamburg typische Dynamik erreicht. Mit der HafenCity entsteht unmittelbar hinter der Speicherstadt sogar ein vollkommen neuer Stadtteil. Weitere Informationen zu den Museen und Vergnügungsstätten in der Speicherstadt gibt es auch in der Auflistung der Sehenswürdigkeiten in Hamburg. | ||
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