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Als man 1947 an einem verlandeten See bei Niederdorla mit dem Torfabbau begann hatte niemand nur die geringste Ahnung was sich unter dem Torf befand. Es dauerte auch noch weitere zehn Jahre bis man die ersten Funde machte. Doch als dann das Museum für Ur- und Frühgeschichte in
Weimar
den Torfabbau wissenschaftlich begleitete, stellte man bald fest, dass unsere Vorfahren hier über 1000 Jahre lang einen sehr bedeutenden Kultplatz betrieben. Neben zahlreichen Gefäßen und Knochen wurden von Steinen oder Ruten eingekreiste Opferstätten gefunden. Die ersten nachweisbaren religiösen Handlungen fanden bereits im 6. Jh.v.Chr. statt und selbst nach der Christianisierung der Region wurden noch bis ins 11. Jahrhundert hinein den alten Göttern Opfer dargebracht. Warum der Platz über einen so langen Zeitraum verschiedenartigen Bevölkerungsgruppen als Kultplatz diente, verliert sich im dunklen der Geschichte. Die Kult- und Opferstätten wurden mehrmals zerstört, doch immer wieder wurden neue Altare in unmittelbarer Nähe der alten Stätten errichtet. Neben typisch germanischen Merkmalen wurde auch keltischer und sogar römischer Einfluss nachgewiesen. Das Gelände dient heute als Freilichtmuseum. Es wurden mehrere ehemalige Kultstätten rekonstruiert und eine alte germanische Siedlung nachgestaltet. Mehrmals im Jahr gibt es Veranstaltungen des Förderkreises, in denen das Leben unserer Urahnen anschaulich dargestellt wird. Außerdem befindet sich am Ortsrand von Niederdorla ein Museumsbau, in dem viele interessante Funde aus dem Opfermoor ausgestellt werden. Als hätten unsere Vorfahren es schon geahnt, befindet sich heute unmittelbar neben dem Opfermoor der geographische Mittelpunkt Deutschlands. Deshalb wurde hier 1991 die Mittelpunktslinde Deutschlands gepflanzt, an der jedes Jahr das Mittelpunktsfest stattfindet. » Öffnungszeiten: Täglich von 10:00 Uhr - 18:00 Uhr. Weitere Auskünfte unter Telefon: 03601-756040. | ||
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Weg zum Opfermoor in Niederdorla: | ||
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Niederdorla liegt zirka 5 km südwestlich von
Mühlhausen in Richtung Hainich. In Niederdorla ist der Weg zum Opfermoor ausgeschildert. Ein Parkplatz befindet sich vor dem Museum. Luftbild vom Opfermoor in Niederdorla mit Zoomfunktion auf www.goyellow.de. | ||
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Weitere Informationen im Internet: | ||
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