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Bis 2010 stand auf der Runneburg die 1996 erfolgte Rekonstruktion einer mittelalterlichen Steinschleuder, die in den nachfolgenden Jahren von vielen besichtigt und an manchen Tagen auch in Aktion gesehen werden konnte. Vollkommen ahnungslos waren dagegen die Burgbewohner im Jahr 1212, als sie von Kaiser Otto IV. und seinen Truppen angegriffen wurden. Bei der Belagerung der Burg kam dieses mauerbrechende neue "Teuflische Werkzeug" zum Einsatz. Leider gibt es die Steinschleuder nicht mehr. Sehenswert sind aber nach wie vor die aus der Zeit der Romanik stammenden mittelalterlichen Räume, die bei einer Führung besichtigt werden können. Diese finden noch statt, wie wir 2011 beobachten konnten, aber wir haben keine weiteren Informationen darüber. Ansonsten tut sich leider nicht mehr viel auf der Burg, da sich der Burgverein nach langen Auseinandersetzungen mit der Eigentümerin der Burg, der Stiftung Thüringer Schlösser & Gärten, aufgelöst hat. Im 12. Jahrhundert hieß die Burg noch genauso wie die Stadt, die um sie herum entstanden war. Der Name leitet sich vom "Weißen See" ab, an deren Ufern einst die Burg stand. Genaugenommen waren es sogar zwei Seen. Der Fischfang war eine der Haupterwerbsquellen. Trotzdem wurde der untere große See im 18. Jahrhundert trocken gelegt. Der obere See dient heute als Gondelteich. Die inzwischen Runneburg genannte Befestigung ist eine historische Parallele zur Wartburg. Landgräfin Jutta, Schwester Friedrich Barbarossas, als Gemahlin Landgraf Ludwigs II. zeitweilig regierend, soll den Ausbau der Burg als Residenz betrieben haben. Sehenswert sind außerdem der 2011 eröffnete Chinesische Garten in Weißensee und die ehemalige Wasserversorgung der Stadt, die aus dem 14. Jahrhundert stammt: Ein 15 km langer Kanal führt über einen hohen Damm das Wasser in die Stadt. | ||
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Weg zur Runneburg: | ||
| Weißensee mit der Runneburg liegt im Landkreis Sömmerda, zirka 5 km nordwestlich von Sömmerda an der Bundesstraße 86, welche unmittelbar an der Runneburg vorbei führt. Gute Parkmöglichkeiten befinden sich nördlich der Burg am Gondelteich. | ||
Weitere Informationen im Internet: | ||
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www.runneburg.de Die Homepage des Runneburgvereins mit Informationen zur Burggeschichte und den Gründen, warum es die Steinschleuder und die Gastronomie auf der Burg nicht mehr gibt. | ||
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