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Das ehemalige Bergwerk begeistert Groß und Klein mit seinen farbenprächtigen, die Fantasie beflügelnden Grotten sowie den Jahrhunderte alten, ungewöhnlich gut erhaltenen Hinterlassenschaften bergbaulicher Tätigkeiten. Unzählige Stalagmiten, Stalaktiten und Stalaknaten gleichen oft Märchenfiguren und Kobolden, worunter auch der Berggeist Morassi zu finden ist. Dabei ist die heutige Pracht noch gar nicht so alt. Erst nach der Stilllegung des Bergwerks im Jahr 1860 konnte die Natur mit ihrem Werk beginnen. Bis dahin wurde hier der schwarze Alaunschiefer abgebaut. Hoch interessant, wozu dieses vor Jahrmillionen aus Faulschlamm entstandene Gestein, das stark mit Kohlenstoff, Schwefel und verschiedenen Metallen angereicherte ist, einst Verwendung fand: So zum Beispiel zur Herstellung von Schwefelhölzern, zur Gewinnung von Farbstoffen und letztlich auch als Düngemittel zur Ertragssteigerung des von Friedrich dem Großen forcierten Kartoffelanbaus. Trotzdem hatten die Bergleute ein schweres Los. Obwohl sie sogar Eigentümer der Stollen waren, reichten die Einkünfte durch den Bergbau, den sie zusätzlich zur Landwirtschaft betrieben, kaum zum Leben. Erst ab 1792 verbesserte sich die Situation, als der noch sehr junge aber hochbegabte preußische Experte Alexander von Humboldt das Bergwerk inspizierte und in Folge dessen das Abbauverfahren revolutionierte (einige Jahre bevor er zu seiner Forschungsreise nach Südamerika aufbrach). Ein halbes Jahrhundert später war trotzdem Schluss mit dem Bergbau. Die aufkommende chemische Industrie bereitete dem Abbau von Vitriol - so die Bezeichnung für die Inhaltsstoffe des Alaunschiefers - ein Ende. Im Jahr 1951 wurde das rund hundert Jahre lang verschlossene Bergwerk quasi wieder entdeckt, als man hier nach abbaufähigem Uran suchte. Überrascht stellte man dabei fest, dass sogar die 200 Jahre alten Stempel aus Weißtannenholz die Zeit unbeschadet überstanden hatten. Seit 1993 gibt es sachkundige Führungen, bei denen umfangreiche Zusammenhänge vermittelt werden. Auf Kinder warten dabei sogar extra Überraschungen. Daneben wird das Bergwerk auch als Heilstollen genutzt, da dessen leichte Radioaktivität in Verbindung mit der völlig allergen-, keim- und staubfreien Luft eine heilsame Wirkung auf die Atmungsorgane entfaltet. Regelmäßig finden außerdem Kulturveranstaltungen in der Stahlblauen Grotte statt, die mit ihrer einmaligen Atmosphäre auch eine besonders beliebte Kulisse für Hochzeiten ist. Öffnungszeiten: Täglich von 10:00 Uhr - 16:00 Uhr (im Winter von 11:00 Uhr - 15:00 Uhr). Weitere Auskünfte unter Telefon: 036701-61577. | ||||
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Lage von Morassin:
Homepage vom Schaubergwerk Morassina:
Wir danken dem Schaubergwerk Morassina für die Fotos. Reiseführer Bundesländer Hotels in Thüringen |
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