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Die Lage der Ratzeburger Altstadt auf einer kleinen Insel im Ratzeburger See hört sich irgendwie romantisch an. Doch vor Ort ergibt sich oft ein anderes Bild. Das liegt an den vielen neuartigen Häusern, zwischen denen nur hin und wieder ein Barockbauwerk zu entdecken ist. Ganz anders verhält es sich aber im nördlichen Teil der Insel. Hier liegt der Dombezirk, der bis 1937 sogar eine selbstständige Gemeinde war und im Kern sein historisches Antlitz bewahren konnte. Mit dem Dom steht hier an der höchsten Stelle der Insel das Hauptbauwerk der Stadt. Die Backsteinkirche wurde ab 1160 erbaut und von dem berühmt-berüchtigten Sachsenherzog Heinrich dem Löwen gestiftet, woran auch eine Löwenstatue erinnert. Durch diese frühe Bauzeit, in einer damals noch von Slawen besiedelten Region, gehört der Dom zu den ältesten erhaltenen Bauwerken in Schleswig-Holstein. Und das ist auch deutlich an der Architektur zu erkennen. Die Kirche wurde nämlich im romanischen Stil erbaut und erst in späteren Zeiten mit gotischen Umbauten und Erweiterungen ergänzt. Zum Domkomplex gehört außerdem das 1251 gegründete ehemalige Prämonstratenserkloster nebst gotischem Kreuzgang und Torhaus. Auch im Inneren der Bauwerke lässt sich die Zeitreise bis in das Mittelalter fortsetzen. Unsere Vorfahren haben hier brillante Kunstwerke hinterlassen, die ihren tiefen Glauben, ihr handwerkliches Geschick und ihren Sinn für Ästhetik zur Schau stellen. Besonders beim Anblick des ältesten Chorgestühls Norddeutschlands, der Renaissancekanzel und der Wandbilder aus dem 14. und 15. Jahrhundert schlagen die Herzen mancher Kunstfreunde höher. Doch der Dom ist es nicht allein, der den Besuch im einstigen Dombezirk zu einem angenehmen Erlebnis werden lässt. Es ist hier nämlich auch nur wenig vom Treiben in der Stadt zu bemerken, da in dem abgelegenen Gebiet nur wenige Wohnhäuser stehen. Stattdessen gibt es Grünanlagen, einen Friedhof und ein barockes Herrenhaus mit Nebengelassen und Schlosspark. Damit erinnert der Dombezirk noch an eine Zeit, als er Verwaltungssitz des Herzogtums Mecklenburg-Strelitz war, während dagegen die Stadt Ratzeburg anderen Herren gehörte. Auch das Herrenhaus kann besichtigt werden. Es beherbergt das Kreismuseum Herzogtum Lauenburg und besitzt einen sehenswerten Rokokosaal sowie einen gepflegten Schlosspark, der den Blick auf den See freigibt. Wer etwas länger in Ratzeburg verweilt, kann sich noch die Kirche St. Georg am Westufer des Ratzeburger Sees anschauen, deren Grundmauern sogar noch älter als die des Doms sind. Außerdem lohnen sich eine Seerundfahrt mit dem Ausflugsschiff und nicht zuletzt auch ein Spaziergang durch die Parkanlage am Südufer der Altstadtinsel. Nicht weit davon steht das im neoklassizistischen Stil erbaute Burgtheater. Es wurde 1953 eröffnet, interessanterweise in einer Zeit, als das Bauen im historischen Stil schon lange verpönt war. | ||
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Weitere Informationen über den Ratzeburger Dom: | ||
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Lage des Ratzeburger Doms: | ||
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Luftbild vom Ratzeburger Dom in 23909 Ratzeburg, Domhof, mit Straßenkarte und Zoomfunktion auf
www.maps.google.de. | ||
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