Quer durch Deutschland - Schon gewusst?

Interessantes Wissen

Interessante Informationen zu Sehenswürdigkeiten, Ausflugszielen, historischen Ereignissen und Personen (1 - 7):

Jacob und Wilhelm Grimm sind als Sammler und Autoren von Volksmärchen berühmt. Dass die in Hanau geborenen Geschwister auch bedeutende Sprachwissenschaftler waren, wissen dagegen nur wenige. Sie gehören sogar zu den Gründungsvätern der Deutschen Philologie bzw. Germanistik. Die Brüder Grimm haben mehrere wissenschaftliche Werke über die Entstehung von Sprachen veröffentlicht, insbesondere über den Lautwechsel bei Vokalen und Konsonanten in der deutschen und in den indoeuropäischen Sprachen. Darüber hinaus beteiligten sie sich auch an einem Protestbrief gegen König Ernst August I. von Hannover, der die freiheitliche Verfassung seines Vorgängers für ungültig erklärt hatte. Daraufhin verloren die Geschwister sogar ihre Anstellung als Professoren der Universität in Göttingen; zusammen mit fünf weiteren Professoren (Göttinger Sieben). Außerdem halfen Jacob und Wilhelm Grimm bei der Formulierung der Menschenrechte für die Frankfurter Nationalversammlung von 1848 mit.
An jedem letzten Tag des Jahres wird ausgelassen Silvester gefeiert. Doch dass ursprünglich am 31. Dezember nur an dem als heilig verehrten Papst Silvester I. gedacht wurde, ist weniger bekannt. Silvester I. hatte laut Überlieferung einen entscheidenden Anteil an der Anerkennung und Förderung des Christentums unter Kaiser Konstantin dem Großen. Der legendäre Papst starb am 31. Dezember 1088 ab urbe condita (seit der Gründung Roms, nach unserer Zeitrechnung das Jahr 335). Da Silvester I. noch vor dem Morgenländischen Schisma lebte, wird er auch von den orthodoxen Kirchen verehrt, dort allerdings im Januar, und sogar an unterschiedlichen Tagen. Der Grund dafür sind die späteren Kalenderreformen, besonders der von Papst Gregor XIII eingeführte Kalender. Trotz der daraus folgenden Verschiebung der Tage werden einige Feiertage bis heute weiterhin nach alten Kalendern begangen.
"Ein Gespenst geht um in Europa - das Gespenst des Kommunismus", schrieb einst Karl Marx. Für viele Menschen wäre es besser gewesen, der Kommunismus wäre ein Gespenst geblieben. Bittere Realität hat die Idee entzaubert. Inzwischen ist das Kommunistische Manifest gestorben – und mit ihm das Gespenst. Keiner hat mehr Angst.
Mit Asienkrise, Russlandkrise, Dotcom-Blase, Immobiliencrashs, Heuschreckenfonds, Bernard L. Madoff und Goldman Sachs konnte sich der Kapitalismus entfalten, wie nie zuvor. Schließlich die Finanzspritzen von 2008 und die danach folgenden Euro- und Dollarkrisen. Das Kapital hat die Staaten im Würgegriff. Und warum? Weil es das Gespenst nicht mehr gibt.
Wer war eigentlich ursprünglich steinreich? Nach der Völkerwanderung wurden erst im 8. Jahrhundert mit dem Bau der Aachener Kaiserpfalz inklusive dem Aachener Dom wieder Steine verwendet. Doch normale Wohnhäuser, aus denen sich später die Fachwerkhäuser entwickelten, bestanden weiterhin noch lange Zeit nur aus Holz, Stroh und Lehm. Erst nachdem im Mittelalter die Ritter zum Bau von steinernen Burgen übergegangen waren, leisteten sich auch die ersten Privatleute aus Stein erbaute Häuser. Das war eine Sensation, denn nur wer sehr vermögend war, konnte so ein teures Bauwerk errichten. Die Bauherren dieser Häuser waren deshalb "steinreich". Ein sehr gut erhaltenes Wohnhaus eines steinreichen Bürgers ist das 1167 erbaute Romanische Haus in Bad Münstereifel, das zu den ältesten erhaltenen steinernen Wohnhäusern in Deutschland gehört. Weitere Beispiele sind das Graue Haus in Oestrich-Winkel und das Romanische Haus in Seligenstadt.
Das Brandenburger Tor in Berlin ist weltberühmt. Doch nur wenige wissen, dass nur 30 km weiter, in der ehemaligen Residenzstadt Potsdam, ein weiteres Brandenburger Tor steht. Es ist zwar etwas kleiner als das Wahrzeichen von Berlin, aber mindestens ebenso schön - und sogar 20 Jahre älter. Das in der Nähe von Schloss Sanssouci stehende Brandenburger Tor gehört zu einer riesigen Anzahl an Sehenswürdigkeiten in Potsdam, unter denen die unter dem Schutz der UNESCO stehenden Schlösser und Parkanlagen von Potsdam und Berlin-Grunewald besonders herausragen.
Ein weiteres sehenswertes Brandenburger Tor gibt es in Altentreptow (Kreis Mecklenburgische Seenplatte). Es gehörte zur mittelalterlichen Stadtmauer und ist ein Baudenkmal im Stil der norddeutschen Backsteingotik.
In Deutschland gibt es mehrere historische Brücken, die mit Wohnhäusern oder anderen Gebäuden bebaut sind. Hierunter ragt besonders die Erfurter Krämerbrücke heraus. Oft wird sogar behauptet, dass es sich dabei um die einzige mit Häusern bebaute Brücke nördlich der Alpen handelt (im Vergleich mit der Ponte Vecchio in Florenz). Das stimmt nicht. Aber die Krämerbrücke ist zumindestens die einzige, die vollständig bebaut ist. Aber auch die anderen Bauwerke, wie die Brückenhäuser in Bad Kreuznach, die Innere Brücke in Esslingen und die mit dem Alten Rathaus bebaute Brücke in Bamberg, sind sehr sehenswert.
Schon gewusst, dass der römische Kaiser Konstantin der Große, der einst von Konstantinopel aus (heute Istanbul) über das römische Imperium herrschte, seine Karriere als Unterkaiser begann und als solcher unter anderem im heutigen Trier residierte. Sein im 4. Jahrhundert erbauter Thronsaal besteht noch heute. Das unter dem Schutz der UNESCO stehende Bauwerk wird als Konstantinbasilika von der evangelischen Kirche genutzt. Es besitzt noch Teile der ursprünglichen Ausstattung und kann besichtigt werden.



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Bei Recherchen zur Geschichte von Burgen, Schlössern, Städten und Ländern zeigt sich immer wieder, dass sich diese ständig wiederholt, auch wenn sich die Namen der Beteiligten und die Handlungsstränge unterscheiden. Die Aussage, dass sich Geschichte nicht wiederholt, stimmt nämlich nicht so richtig.

Weitere wissenswerte Fakten und Informationen gibt es in unseren Ausführungen zur Geschichte.


Wenig bekannte Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele:

Söder Tor in Bad Sooden-Allendorf - Botanischer Garten in Osnabrück



Feiertage 2018 und 2019

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Das besondere Jubiläum: Am 05. Februar 2018 ist der Fall der Berliner Mauer genauso lange her wie deren vorhergehende Existenz.