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Fotos: Joachim Reisig
- www.pixelio.de Mit mehr als 100 wieder aufgebauten historischen Bauwerken, die in mehreren thematisch zusammenpassenden Baugruppen angeordnet wurden, gehört der Hessenpark zu den interessantesten und größten Freilichtmuseen in Deutschland. Bereits vor dem eigentlichen Ausstellungsgelände beginnen schon die ersten Attraktionen. So liegt zum Beispiel der ab 1974 aufgebaute Marktplatz heute außerhalb des Museums, obwohl er ja eigentlich dazugehört. In historischen Fachwerkhäusern gibt es hier Gaststätten, uralte Läden und sogar ein Hotel. Am Marktplatz scheint man sich an gut besuchten Tagen wirklich inmitten einer hessischen Kleinstadt zu befinden, allerdings mit dem Unterschied, dass in einigen Läden die alten Zeiten wieder auferstanden sind. So gibt es hier unter anderem eine historische Apotheke, einen Kolonialwarenladen, eine alte Backstube, in der im Steinofen gebackenes Brot verkauft wird und einen Bürstenmacher, dem man bei der Arbeit über die Schulter schauen kann. Noch interessanter wird es dann natürlich im eigentlichen Museum. Auch hier wurde die Vergangenheit anschaulich in Szene gesetzt. So wird auf althergebrachte Art und Weise Landwirtschaft betrieben, bei der ganz nebenbei auch vom Aussterben bedrohte Haustierrassen, wie das Rhönschaf, erhalten werden. Ebenso sind mehrere uralte Handwerksstätten wieder in Betrieb. Hierzu gehören der Holzschuhmacher, der Köhler, der Korbflechter, der Töpfer, der Schmied, der Seiler und viele mehr. An bestimmten Zeiten, die der Homepage des Museums zu entnehmen sind, kann man dabei den Handwerkern über die Schulter schauen und bei einigen sogar selber tätig werden. Außerdem locken Thementage und Sonderveranstaltungen regelmäßig zusätzliche Besucher in das Freilichtmuseum. Selbstverständlich können im Hessenpark auch komplette historische Wohnungseinrichtungen betrachtet werden. Hierzu gehört natürlich auch der Blick in die gute alte Stube. Mehrere Wohnhäuser wurden zu diesem Zweck vollständig und einheitlich im Stil verschiedener Epochen eingerichtet. So lässt sich anschaulich die Entwicklung der letzten Jahrhunderte nachvollziehen. Das Freilichtmuseum ist sehr dem Denkmalschutz verpflichtet. Wenn die historischen Bauwerke auch ursprünglich einmal an einem anderen Ort standen, so wurden sie hier doch unter der Verwendung des originalen Baumaterials in ihrer ursprünglichen Form wieder aufgestellt. Ohne den Umzug in das Museum wären die Häuser übrigens heute ganz verschwunden, denn laut Denkmalschutzgesetz darf das Museum nur dann Bauwerke umsetzen, wenn ein Erhalt vor Ort nicht mehr möglich ist (z.B. durch Straßenbaumaßnahmen). Damit spielt das Freilichtmuseum eine wichtige Rolle beim Erhalt alter Bausubstanz. Auch in Zukunft gibt es somit viel zu tun, zumal noch mehrere Häuser auf dem Gelände eingelagert sind. Sie werden nach und nach aufgebaut und die Attraktivität der Ausstellung steigern. | |||
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Öffnungszeiten und weitere Informationen zum Freilichtmuseum Hessenpark: | |||
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Lage des Freilichtmuseums: | |||
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Luftbild vom Freilichtmuseum Hessenpark in Neu-Anspach mit Straßenkarte und Zoomfunktion auf
www.maps.google.de. | |||
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