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Fotos:
Willy Horsch,
Marcus Cyron
und
Marcus Cyron
- Creative Commons Colonia Claudia Ara Agrippinensium, so wurde Köln vor 2000 Jahren von den Römern genannt. Diesen Namen hat die Stadt der hier geborenen Tochter des Oberbefehlshabers der in Germanien kämpfenden Legionen, Agrippina der Jüngeren, zu verdanken, die später als Ehefrau von Kaisers Claudius und Mutter von Kaiser Nero zur mächtigsten Frau des Reiches aufstieg. Sie erhob die damals noch von Germanen bewohnte und auf einer Insel inmitten des Rheins liegende Siedlung zu einer römischen Kolonie. Später ging daraus die Hauptstadt der römischen Provinz Germania Inferior und der Nachfolgeprovinz Germania Secunda hervor. Mit solchen Privilegien ausgestattet, entwickelte sich die Stadt zum wirtschaftlichen Oberzentrum und Hauptumschlagplatz für den Handel in der Rheinregion. Rund 20.000 Menschen lebten damals in der von mächtigen Mauern umgebenen Stadt. So ist es auch kein Wunder, dass sich im gesamten Untergrund der Kölner Innenstadt Überreste aus der antiken Zeit befinden. Und egal wo man gräbt, fast überall ist etwas zu entdecken. So war es auch 1941, als Arbeiter neben dem Kölner Dom beim Bau eines Luftschutzkellers auf die Reste einer Römischen Stadtvilla stießen. Ein vollständig erhaltenes Mosaik, das sogenannte Dionysosmosaik, wurde dabei freigelegt und trotz der Kriegswirren blieb es erhalten. Heute bildet das immer noch an Ort und Stelle liegende Mosaik den Kern des Römisch-Germanischen Museums, welches 1974 eröffnet wurde. Der Museumsbau besitzt die äußeren Maße der einstigen Römervilla und gilt als das Schaufenster in die Römerzeit. Alle wichtigen antiken Funde, wie die berühmten Glaswaren, Statuen, Architekturteile, Inschriften, Grabmäler und Schmuck, fanden und finden seither hier einen würdigen Platz. Darüber hinaus wurden die thematisch geordneten Bereiche auch mit Rekonstruktionen erweitert. So gibt es auch einen römischen Speisesaal mit typischem Liegesofa und Küchenraum sowie einen römischer Reisewagen zu bewundern. Die Gegenstände geben einen lebendigen Einblick in das Alltagsleben der Römer. Selbstverständlich wurden anhand archäologischer Erkenntnisse auch Stadtpläne, Schaubilder und Modelle erstellt, die anschaulich die Entwicklung der Colonia Claudia Ara Agrippinensium widerspiegeln. Das Museum beschränkt sich aber nicht nur auf die römische Zeit sondern zeigt auch auf die Entwicklung davor, mit bis in die Steinzeit zurückreichenden Siedlungsspuren, und die Zeit nach der endgültigen fränkischen Eroberung im 5. Jahrhundert. Als eine touristische Hauptattraktion der Stadt sollte sich deshalb kein Kölnbesucher einen Rundgang durch das Museums entgehen lassen. Übrigens ist die Besichtigung des Museums eine sehr gute Voraussetzung, um anschließend in der Stadt auf Spurensuche zu gehen. Es gibt nämlich auch außerhalb des Museums noch sehr viele Hinterlassenschaften aus der Römerzeit zu entdecken, so z.B. schon unmittelbar vor dem Museum ein freigelegter Teil der Römerstraße. Weitere wichtige Überbleibsel sind die im Keller des Rathauses zu besichtigenden Grundmauern des ehemaligen Prätoriums, mehrere Reste der Stadtmauer mit dem vollständig erhaltenen Römerturm am östlichen Ende der Magnusstraße und die zum Teil aus römischem Mauerwerk bestehende Kirche St. Gereon. | ||
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Lage des Römisch-Germanischen Museums in Köln: | ||
| Luftbild vom Römisch-Germanischen Museum am Roncalliplatz in Köln mit Straßenkarte und Zoomfunktion auf www.maps.google.de. | ||
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Öffnungszeiten und weitere Informationen zum Römisch-Germanischen Museum: | ||
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