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Künstlerdorf Worpswede
 Kreis Osterholz 
Fotos: Till F. Teenck Till F. Teenck - Creative Commons

Nicht ohne Grund zieht es seit 1889 zahlreiche Maler und Kunstschaffende in diesen kleinen, nördlich von Bremen liegenden Ort. Besitzt doch sowohl das Ortsbild als auch die Landschaft des umliegenden Teufelsmoores besondere Reize. Schon 1864 hat der Reiseschriftsteller Johann Georg Kohl die Wohnhäuser der hiesigen Bevölkerung als "zuweilen gar nicht unmalerisch vertheilt" beschrieb. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Im Gegenteil. Es ist alles noch reizvoller, denn im Verlauf von mehr als 120 Jahren schufen die Künstler eine Vielzahl weiterer Attraktionen. Die Künstlerkolonie Worpswede gehört deshalb zu den größten und bekanntesten Künstlerdörfern in Deutschland. Als ein Zentrum des deutschen Impressionismus und Expressionismus ist der Ort zudem auch international bekannt.
In seiner Mischung aus alten reetgedeckten Bauernhäuser, Künstlerarchitekturen, Ateliers und Galerien sowie der weiten, von Geheimnissen umwitterten Moorlandschaft ist Worpswede heute ein beliebter Erholungs- und Touristenort. Alleen und Straßen, die von alten Eichen, Linden und Birken gesäumt sind, sowie idyllisch verlaufende Feldwege führen durch den Ortskern und die umliegende Landschaft. Mit wenigen Schritten lassen sich in der einem Park gleichenden Ortschaft alle wichtigen Sehenswürdigkeiten leicht erreichen. Neben dem 1895 von Heinrich Vogeler im Jugendstil umgebauten Barkenhoff, der einst als zentraler Künstlertreff fungierte, sind das insbesondere die sogenannte Käseglocke, das Haus im Schluh, das Kaffee Worpswede, der Niedersachsenstein und die bis heute noch voll funktionsfähige Windmühle. Daneben sind aber auch der original eingerichtete Bahnhof von 1910, die Zionskirche mit dem alten Friedhof, auf dem viele der einstigen Künstler begraben wurden, und natürlich die vielen bereits erwähnten Museen, Ausstellungen und Ateliers eine Besichtigung wert.
Besonderer Beliebtheit erfreuen sich außerdem die Torfkahnfahrten. Auf originalgetreuen Nachbauten historischer Kähne können im Sommerhalbjahr die Gäste die alten, durch das Teufelsmoor führenden Wasserwege kennen lernen und dabei so einiges über das einstige Leben der Torfstecher erfahren, die auf dem Wasserweg bis nach Bremen und an die Unterweser fuhren, um den Torf als Heizmittel zu verkaufen. Das Moor lässt sich aber auch aus einer weiteren Perspektive betrachten, denn im Ort liegt der 51 Meter hohe Weyerberg, der eine herrliche Aussicht über die ansonsten flache Landschaft bietet.


Weitere Informationen über das Künstlerdorf Worpswede:



Lage von Worpswede:

Luftbild von Worpswede mit Straßenkarte und Zoomfunktion auf www.maps.google.de.



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