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Breisach am Rhein
 Breisach am Rhein   Breisgau-Hochschwarzwald & Freiburg   Stadtplan 


Burgberg mit Stephansmünster in Breisgau am Rhein
Blick auf den Burgberg mit dem Stephansmünster

Foto: Joergens.mi - Creative Commons

er einmal unterhalb der Altstadt von Breisach steht, kann auch heute noch leicht nachvollziehen, warum der aus der Rheinebene herausragende Berg nachweisbar seit mindestens 4.000 Jahren ein besonders beliebtes Siedlungsgebiet ist. Bietet das hoch liegende Plateau doch alles, was in der Vergangenheit zur Errichtung eines idealen Wohnplatzes notwendig war: Die steilen Hänge waren gut zu verteidigen und schützten gleichzeitig vor dem regelmäßig auftretenden Hochwasser des Rheins, der obendrein eine gute Verkehrsanbindung bot. Deshalb hatte bereits vor der Eroberung der Region durch die Römer ein keltischer Fürst seinen Sitz auf dem Berg. Die Nutzung setzte sich später mit dem Bau eines römischen Kastells fort. Und als im frühen Mittelalter die Zähringer über große Teile der Oberrheinregion herrschten, befand sich hier einer ihrer Hauptsitze. So kam es auch, dass der gesamte alemannische Gau nach der damals noch sehr kleinen Siedlung bezeichnet wurde. Als Breisgau hat der Name der Region bis zum heutigen Tag Bestand, auch wenn inzwischen Freiburg die bedeutendste Stadt ist.
Ebenfalls bereits von unten fällt das bedeutendste Bauwerk der Stadt, das im Kern romanische Stephansmünster, besonders ins Auge. Die Kirche erhebt sich auf der höchsten Stelle des Berges und ist besonders durch die optische Steigerung des Geländes eine architektonische Meisterleistung. Sie zeugt vom einstigen Reichtum der Bürger und markierte einst das Zentrum der im Mittelalter sogar für reichsunmittelbar erklärten Stadt. Heute liegt das Geschäftsviertel allerdings unterhalb des Berges. Eine steile Straße führt von dort durch das Tor im Hagenbachturm hinauf in das alte Breisach. Doch wer auf dem Berg eine in sich geschlossene historische Altstadt erwartet, wird leider etwas enttäuscht. Zwei Kriege (die Eroberungen durch die Franzosen im Jahr 1793 und durch die Alliierten im Jahr 1945) haben hier ganze Arbeit geleistet. Trotzdem blieben noch große Teile der über mehrere Jahrhunderte ausgebauten Befestigungsmauern einschließlich mehrerer Türme und Tore erhalten. Außerdem ist hier das 1962 eröffnete Freilichttheater zu finden. Schmale Durchgänge und steile Treppen führen heute durch die Mauern und die dazwischen angelegten Gärten in die unteren Stadtteile. Ein besonderer Reiz geht dabei von den vielen zwischen dem Mauerwerk stehenden Feigenbäumen aus, die nur in dieser im äußersten Südwesten Deutschlands liegenden Region gedeihen. Die Befestigungswerke wurden im 17. Jahrhundert, als Breisach zum französischen Königreich gehörte, am Fuß des Berges nochmals mit starken Bastionen verstärkt. Hierzu gehört auch das an einem Altarm des Rheins stehende barocke Rheintor, in dem sich heute das Museum für Stadtgeschichte befindet.
Zu den Sehenswürdigkeiten von Breisach kann man in diesem Zusammenhang auch die Festungsstadt Neubreisach zählen. Sie entstand, weil der französische König Ludwig XIV. 1697 Breisach an Österreich abtreten musste. In seinem Auftrag wurde daher auf der anderen Seite des Rheins, in der Entfernung von einigen Kanonenschüssen, eine Gegenfestung erbaut. Die sehr gut erhaltene achteckige Zitadelle ist heute ein Musterbeispiel des barocken Festungsbaus und gehört sogar zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die französische und damit amtliche Bezeichnung lautet Neuf-Brisach. Das kleine Städtchen ist eine von vielen Sehenswürdigkeit im französische Département Haut-Rhin (Oberrhein).

Offizielle Homepage von Breisach am Rhein:
www.breisach.de

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