Deutschland - Ausflug und Urlaub

Camping in Deutschland

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Zelten und Camping

Wild Campen ist in Deutschland verboten – oder?

Insbesondere in einer unsicheren Zeit mit steigenden Kosten und gleich mehreren Krisen auf einmal ist es sinnvoll, über alternative Möglichkeiten des Urlaubs nachzudenken. Nach wie vor ist der Hotelurlaub die erste Wahl der meisten Menschen hierzulande. Einige Alternativen von der Ferienwohnung und das Wohnmobil bis hin zum Couchsurfing oder zum schlichten Zelt erfreuen sich aber wachsender Beliebtheit. Ein guter Grund für viele Menschen, Urlaub in Schweden zu machen: Das dortige „allemansrätt“ gestattet das Wildcampen, sofern man sich auf öffentlichem Grund befindet und den Platz ordentlich wieder hinterlässt. In Deutschland ist es allerdings anders und es schaut auch nicht danach aus, als käme von Seiten der Regierung Bewegung in die Sache. Allerdings gibt es Optionen, wie man dem schwedischen Prinzip sehr nahekommen kann.

1. Zelten auf Privatgelände

Es ist ein echtes Abenteuer, bevor der Schulrucksack das nächste Mal gepackt wird: Teenager, Twens und Familien lernen das alternative Urlauben auf Schusters Rappen oder per Fahrrad ganz neu kennen. Der Übernachtungsplatz befindet sich dort, wo man nachmittags oder abends ankommt. Natürlich darf man nicht einfach irgendwo sein Zelt aufschlagen. Doch eine wachsende Anzahl an privaten Grundstücksbesitzern erlaubt die Übernachtung auf dem eigenen Grundstück. Wichtig ist dabei: Immer erst freundlich fragen, während des Aufenthaltes niemanden stören und den Platz sauber wieder hinterlassen. Adressen und weitere Informationen liefert eine kurze Recherche im Internet.

2. Der Trekkingplatz

Eine andere Möglichkeit, seine Luftmatratze Camping abzulegen, bietet sich durch den sogenannten Trekkingplatz. Bei einem solchen handelt es sich um die wilde, naturnahe Alternative zum Campingplatz. Meistens gibt es abgesehen von einer Fläche zum Aufstellen des Zeltes keinerlei Komfort. Die Trekkingplätze sind in aller Regel den Wanderern und Radfahrern vorbehalten, Stellplätze für Wohnwagen oder Wohnmobile gibt es also nicht. Die Kosten für das Zelten auf einem Trekkingplatz sind sehr überschaubar: Meistens werden pro Zelt zehn Euro fällig, in Schleswig-Holstein zeltet man auf dem trekkingplatz sogar kostenlos. Auch hier gilt selbstverständlich: Es gibt keine Garantie, dass noch etwas frei ist. Besucher sollten andere nicht stören und ihren Platz sauber hinterlassen. Dann freuen sich die nächsten über den schönen Platz und die Kosten können auf geringem Niveau gehalten werden.

3. Die Zeltplattform

Diese Idee stammt aus dem Naturpark Hohes Venn (Eifel) und dürfte sicher schnell schule machen. Wanderer, die auf den gut ausgebauten Wegen unterwegs sind, können ihr Zelt nach vorheriger Anmeldung auf einer hölzernen Plattform aufstellen. Hier ist Platz für bis zu zwei Zelte, außerdem gibt es eine Bio-Toilette. Unter www.trekking-eifel.de gibt es alle notwendigen Informationen und die Möglichkeit, die Zeltplattform frühzeitig zu buchen.

4. Der eigene Garten

Im Vergleich zu den genannten Alternativen mag diese Idee vielleicht als wenig attraktiv erscheinen. Allerdings bietet sie einige Vorteile: Man muss sich nicht extra auf den Weg machen, braucht niemanden um Erlaubnis zu fragen und kann das eigene Badezimmer nutzen. Gepäck muss nicht mit und die Zelterfahrung lässt sich sogar mitten in der Arbeitswoche machen. Und wofür das Ganze? Manchmal ist ein Perspektivwechsel wie ein kleiner Urlaub vom Alltag. Und die eigene Nachbarschaft hat womöglich mehr Natur zu bieten, als man es vom Schlafzimmer aus für möglich halten würde.

Übrigens:

Im Sommer 2022 macht das Neun-Euro-Ticket der Bahn das Reisen so preisgünstig wie lange nicht mehr möglich. Damit bieten sich auch Möglichkeiten, die etwas anderen Zeltplätze in ganz Deutschland kennenzulernen. Und auch wenn die zeitlich befristete Aktion der Bahn wieder beendet ist, gibt es weiterhin attraktive Fahrscheintarife. Es besteht also kein Zeitdruck in Bezug auf den nächsten Zelturlaub.


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Foto: Brahmsee auf Pixabay



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