Urlaub und Reise

Möglichkeiten, um Reisen und Arbeiten miteinander verknüpfen

Geldumtausch

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Der Autor dieses Beitrags als digitaler Nomade auf Gran Canaria und als ehrenamtlich Tätiger in Afrika

Viele Menschen träumen davon, den Job und das Reisen miteinander zu verbinden, um dort zu arbeiten, wo andere Urlaub machen. Und es gibt auch viele Möglichkeiten hierzu. Das ist natürlich auch vom Alter, vom Beruf und von der Familie abhängig. Deshalb gibt es besonders für Jugendliche, die noch am Anfang ihres Berufslebens stehen und noch kein so hohes Einkommen benötigen, besonders viele Möglichkeiten. Aber auch ältere Menschen und sogar Rentner mit geringem Einkommen können das Reisen zum Beispiel mit einer freiwilligen Arbeit verbinden. Anderseits kann man aber auch zu Tätigkeiten in Vollzeitjobs ins Ausland reisen.

Freiwillige und ehrenamtliche Tätigkeiten im Ausland:

Es gibt viele Organisationen, die Jobs als Volunteer, Praktikant und Senior-Experten im Ausland anbieten. Meist geht es hierbei um soziale Projekte und Arbeiten im Umwelt- und Naturschutz. Zwar wird der Job hierbei nicht bezahlt, doch dafür werden die kompletten Reisekosten sowie die Kosten für die Unterkunft und Verpflegung von der jeweiligen Organisation übernommen. Auf der Seite www.freiwilligenarbeit.de gibt es eine große Übersicht zu den vielen Möglichkeiten, die es hier gibt, während für Rentner ehrenamtliche Tätigkeiten im Ausland unter www.ses-bonn.de vermittelt werden.

Alle diese Angebote haben aber eine Gemeinsamkeit: Sie sind immer zeitlich befristet.

Schüleraustausch, Au-pair und Auslandsjahr für Studenten:

Verwandt mit der Arbeit im Ausland sind die speziellen Angebote, die es für Schüler und Studenten gibt. Hierbei werden von gemeinnützigen Organisationen einige und zum Teil alle Kosten übernommen und Stellen vermittelt, die für Jugendliche den Aufenthalt von in der Regel einem Jahr im Ausland ermöglichen. Vorrangig geht es hierbei um das Erlernen der jeweiligen Sprache. Bei Schülern erfolgt außerdem die Unterbringung hauptsächlich in Familien, weshalb die Jugendlichen hautnah die Kultur und das Leben im jeweiligen Land erleben. Eine Sonderform ist hierunter die Tätigkeit als Au-pair, bei der das Au-pair-Mädchen bzw. der Au-pair-Junge gegen ein Taschengeld die kleinen Kinder der Gastfamilie betreut.

Bei dem ebenfalls von gemeinnützigen Organisationen angebotenen Studentenaustausch kann man sich für Stipendien bewerben, die ein ebenfalls zeitlich befristete Studium im Ausland ermöglichen. Die Unterbringung erfolgt hier in der Regel in Wohnheimen für Studenten.

Zu finden sind diese gemeinnützigen Organisationen unter www.aufindiewelt.de und www.auslandsjahr.org.

Feste Jobs im Ausland:

Die dauerhafte Arbeit im Ausland ist natürlich die Königsdisziplin unter den Auslandsjobs. Auch hier gibt es viele Möglichkeiten. So kann man zum Beispiel als Sprachtrainer ins Ausland gehen, um Kenntnisse der deutschen Sprache zu vermitteln. Die geforderten Voraussetzungen sind hier oft niedriger, als die meisten denken.

In den Ferienregionen suchen aber auch viele Hotels nach ausländischen Animateuren, welche die Sprache der Feriengäste beherrschen. Auch deutschsprachige Reiseführer sind begehrt. Optimale Voraussetzungen für eine Bewerbung sind hier zum Beispiel das Beherrschen der jeweiligen Landessprache. Das gilt besonders für Kenntnisse in der englischen und spanischen Sprache. Weitere Informationen hierzu gibt es unter www.auslandsjob.de.

Aber man kann im Ausland auch einer selbstständigen Tätigkeit nachgehen. Viele aus aller Herren Länder stammende Reiseführer bieten in den Urlaubsländern bezahlte Ausflüge an. Auch als Verkäufer von Ausflügen sind im Ausland lebende Deutsche schon seit Jahrzehnten tätig. Das Gleiche gilt für die Betreiber von Gaststätten und Läden. Die Ferieninsel Mallorca ist da ein typisches Beispiel. Die Strandurlauber dort brauchen nicht auf deutsches Essen, deutsche Sprache und deutsche Kultur zu verzichten.

Die digitalen Nomaden:

Die Entwicklung des Internets hat in den letzten Jahrzehnten die Möglichkeiten für das Arbeiten im Ausland erheblich erweitert. Die als digitale Nomaden bezeichnete Berufsgruppe der am Computer tätigen Menschen ist hierbei entstanden. Voraussetzung ist allein nur eine funktionierende Internetverbindung, um von jedem Land der Welt aus seiner beruflichen Tätigkeit nachzukommen. Meist handelt es sich hier um Selbstständige, die ihre oft aus der ganzen Welt stammenden Kunden von überall aus betreuen. Auch viele Betreiber von Reiseseiten sind als digitale Nomaden unterwegs, um vor Ort über die Reiseziele zu recherchieren und dort auch gleich die Ergebnisse im Internet zu veröffentlichen.

Ebenso ist es aber vielen im Homeoffice Tätigen möglich, ihrer Arbeit auch im Ausland nachzukommen. Das gilt sogar für Mitarbeiter in Callcentern. Manchmal liegen sogar die gesamten Callcenter im Ausland, weil dort die Löhne und Nebenkosten niedriger sind.

Der Job als selbstständig Tätiger erfordert aber auch ein hohes Maß an Selbstdisziplin. Denn während die normalen Urlauber jeden Tag am Strand sind, sitzen die digitalen Nomaden in der Regel im Hotel vor dem Laptop.

Genauso wichtig ist hierbei aber auch die richtige Organisation des Aufenthalts. Es ist in der Regel der Abschluss einer zusätzlichen Krankenversicherung zu empfehlen (es gibt aber auch Länder, in denen man sogar auch als Ausländer kostenlos behandelt wird) und ebenso muss man sich zum Beispiel vorab mit den jeweiligen Aufenthaltsrechten (Visum) und den vorab notwendigen Impfungen beschäftigen.

Einfach in ein Reisebüro gehen und eine Reise buchen ist für digitale Nomaden meist ein Tabuthema.


Gran Canaria


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