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Das nördlich von Jüterbog liegende Kloster Zinna ist nicht nur eine der ältesten Klosteranlagen in Brandenburg sondern es war auch einmal eines der reichsten und mächtigsten. Dabei war der Anfang gar nicht so einfach. Die im Auftrag des Magdeburger Erzbischofs im Jahr 1170 aus dem Kloster Altenberg im Bergischen Land angereisten Zisterziensermönche mussten Sümpfe trocken legen und erst einmal Land urbar machen, bevor sie mit dem Bau fester, aus Stein und Ziegel bestehender Bauwerke beginnen konnten. Doch die Christianisierung und Kolonisierung des zuvor von heidnischen Slawen bewohnten Landstriches war ihrer Meinung nach alle Mühe wert. Der Erfolg ließ auch nicht lange auf sich warten und 125 Jahre nach der Klostergründung konnten die Mönche sogar die Stadt Luckenwalde und elf umliegende Dörfer erwerben. Mit einer Ausdehnung des Grundbesitzes auf fast 300 km² erreichte das Kloster Zinna im Jahr 1307 schließlich seine größte Blüte. Bei so viel Reichtum blieb es dann natürlich auch nicht aus, dass sich die Anlage zu einem Zentrum von Kunst und Wissenschaften entwickelte, in dem sogar 1492 das erste gedruckte Buch der Region, ein Marienpsalter entstand. Auch wenn als Folge der Reformation ein großer Teil der einstigen Klosteranlagen verschwunden ist, besitzen die erhaltenen Reste der Anlage immer noch ein beeindruckendes Aussehen. Die mit gotischen Stufengiebeln verzierten Bauwerke der alten und neuen Abtei sind deshalb auch überregional bekannt. Darüber hinaus blieb die im romanischen und frühgotischen Stil erbaute Klosterkirche, das Siechenhaus, das Zollhaus und einige Teile der Klausur erhalten. Sie können von außen, und die Kirche auch von innen, kostenlos besichtigt werden. Unbedingt sehenswert ist auch das Klostermuseum. In dem aus gotischen Gewölben bestehenden Gebäude gibt es viele Informationen zur Geschichte des Klosters und über das Leben der Mönche. Hierbei können auch die ursprüngliche Anlage als Modell und die originalen Fresken in der Abtskapelle bewundert werden. Außerdem wird im ehemaligen Siechenhaus der "Zinnaer Klosterbruder" hergestellt, ein Kräuterschnaps, den man dann gleich vor Ort kosten und natürlich auch erwerben kann. Die Eintrittskarte gilt auch für die Weberei im Zollhaus. Die alten Webstühle erinnern dort an die Zeit ab 1764, als Friedrich der Große auf dem Klostergebiet eine Weberstadt gründete, den heutigen Ortsteil Kloster Zinna. | ||
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Öffnungszeiten und weitere Informationen über das Kloster Zinna: | ||
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Lage des Klosters: | ||
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Luftbild vom Kloster Zinna, im Ortsteil Kloster Zinna der Stadt Jüterbog, mit Straßenkarte und Zoomfunktion auf
www.maps.google.de. | ||
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Ausflugsziel in der unmittelbaren Umgebung des Klosters: | ||
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Jüterbog Mehr als 1000 Jahre ist die einst zum Bistum Magdeburg gehörende Stadt alt. Sie besitzt ein reizvolles historisches Zentrum mit Wehrtürmen und Stadttoren, Klosteranlagen und Kirchen, dem gotischen Rathaus, alten Fachwerkhäusern und dem vor der Stadt liegenden Kloster Zinna. | ||
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