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Hessen - Städtereiseziele

Marburg - Elisabethkirche

Unübersehbar ist die an der Elisabethstraße stehende Elisabethkirche die größte und auffälligste Kirche in Marburg. Allein die beiden Türme sind 80 m hoch. Gleichzeitig gilt die von 1235 bis 1283 erbaute Kirche aber auch als die älteste im rein gotischen Stil erbaute Kirche Deutschlands. Alle Vorgängerbauten, wie z.B. der Dom in Magdeburg, besitzen noch einige Merkmale der Romanik.

Die Kirche wurde vom Deutschen Orden erbaut, um damit die in Marburg verstorbene Elisabeth von Thüringen zu ehren, die auch in der Kirche begraben wurde. Als Witwe des Thüringer Landgrafen zog die Frau im Alter von gerade einmal 21 Jahren nach Marburg, da ihr hier einige Witwengüter zugesprochen wurden. Sie entsagte aber allem Reichtum und einem luxuriösen Leben und arbeitete stattdessen als einfache Krankenschwester in dem gerade neu errichteten Spital. Doch bereits drei Jahre später verstarb sie nach kurzer Krankheit. Als ein Mitglied des Hochadels, das aus religiösen Gründen freiwillig in totaler Armut lebte, genoss Elisabeth bei der Bevölkerung ein hohes Ansehen. Wohl deshalb, aber möglicherweise auch, um die Kritik an der Prunksucht und Machtgier der Kirchenoberen und den daraus folgenden Reform- und Abspaltungsbewegungen innerhalb der Kirche Einhalt zu gebieten, wurde Elisabeth 1235 vom Papst heilig gesprochen.

Damit war die Kirche im Mittelalter ein bedeutender Wallfahrtsort, der auch einen großen Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt hatte. Als nach dem thüringisch-hessischen Erbfolgekrieg (1247–1264) die von Heinrich I., dem Enkel der heiligen Elisabeth, regierte Landgrafschaft Hessen entstand, wurde die Elisabethkirche zudem zur Grabeskirche der im Marburger Schloss lebenden Landgrafen von Hessen. Das Bauwerk besitzt also nicht nur für die Stadt sondern auch für das gesamte Land Hessen einen hohen historischen Stellenwert.

Bilder mit Sehenswürdigkeiten von touristischen Informationen über Marburg:

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Weitere Informationen über Marburg im Internet:

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