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Geschichte wiederholt sich

Regeln und Gesetzmäßigkeiten in der Geschichte der Menschheit

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Geschichte wiederholt sich doch:

Historische Ereignisse in ihrem Ursprung zu verstehen kann eigentlich recht einfach sein, wenn man diese von der Entwicklungsgeschichte des Menschen und unserer Zivilisation her betrachtet. Hierzu muss man sich im ersten Schritt um mehrere Millionen Jahre zurückversetzen und den Vergleich mit dem Tierreich wagen.

Dabei fällt nämlich auf, dass der Mensch ein typisches Herdentier ist. Vergleichbar also mit Affen und Paarhufern. Und so hat er ja auch in der Urgesellschaft gelebt. Wäre der Mensch ein Einzelgänger, wie es Katzen oder Bären sind, dann hätte nie eine Zivilisation entstehen können, denn die Kommunikation wäre dann nur auf die Erfordernisse der Fortpflanzung beschränkt geblieben. Und Einzelgänger hätten bzw. hatten in der afrikanischen Savanne sicher nicht überlebt.

Da es sich also bei uns Menschen um ein Herdentier handelt, verhalten wir uns trotz aller Fortschritte bis zum heutigen Tag dementsprechend. Hiermit lässt sich unsere Wesensart in der Gruppe, insbesondere auch unser Verhalten als Zugehöriger einer Gruppe sehr gut erklären. Und wer sich einmal selbst beobachtet, wird auch feststellen wie schwer es uns fällt, als einziges Mitglied einer Gruppe eine gegensätzliche Meinung zu haben.

Allgemein bekannt und überall auch im Tierreich zu sehen ist außerdem, dass es bei jeder Herde ein Leittier gibt. Ansonsten würde die Herde nicht als solche existieren, da ja dann jedes Individuum etwas anderes machen würde. Auf die Menschheit übertragen heißt das, es ist in jeder Gruppe ein Anführer vonnöten, also ein Chef.

Nun kommt eine weitere für das Leben geltende Gesetzmäßigkeit ins Spiel: Die Vergänglichkeit und Sterblichkeit. Ein Gruppenführer bleibt nie für ewig an der Macht. Er muss früher oder später abgelöst werden. Es ist somit immer ein Nachfolger notwendig. Und dieser Nachfolger muss schon Gewehr bei Fuß stehen, bevor der alte Machthaber seine Fähigkeiten verliert. Deshalb wird das alte Oberhaupt regelmäßig von potentiellen Nachfolgern herausgefordert. Damit wird sichergestellt, dass auch der neue Chef genügend Durchsetzungskraft hat und wirklich zur Führung der Gruppe geeignet ist. Das führt sowohl im Tierreich als auch in der menschlichen Gesellschaft zu Machtkämpfen. Auf unsere Gegenwart übertragen sind sie nicht nur die natürliche Ursache für die Aufteilung der politischen Macht in Regierung und Opposition, sondern auch für Flügelkämpfe innerhalb der Parteien und im Extremen auch für Bürgerkriege.

Kommen wir nun zum Verhalten der Gruppen untereinander. Hier gibt es scheinbar Widersprüche, die sich wahrscheinlich aus natürlichen Ursachen herausgebildet haben. So muss sich einerseits die Gruppe zum Erhalt der eigenen Art abgrenzen, um eine Vermischung mit ähnlichen Arten zu vermeiden (z.B. mit dem einst zur gleichen Zeit lebenden Neandertaler). Anderseits ist eine Vermischung von kleinen Gruppen biologisch auch notwendig, um eine ausreichende genetische Vielfalt zu erhalten.

Durch diese beiden Erfordernisse haben sich bei uns offensichtlich schon zum Beginn der Menschwerdung typische Verhaltensmuster herausgebildet, die im Vergleich zum Tierreich allerdings oft deutlich konsequenter erscheinen. Jedenfalls deutlich aggressiver. Gemeint ist die hierbei stattfindende Tötung von Artgenossen*, die aber ebenso auch bei anderen Primaten zu beobachten ist. Dieses Verhalten ist nicht nur häufig zwischen Menschengruppen untereinander, sondern auch im Umgang mit Konkurrenten innerhalb der eigenen Gruppe zu beobachten.

Wir können es einfach nicht verleugnen: Der mörderische Kampf gegen unsere Artgenossen ist und war immer Teil unserer Geschichte. Ebenso findet aber auch immer wieder die Übernahme besiegter Feinde in die eigene Gruppe statt. Das ist offensichtlich schon in der Urzeit so passiert. Zumindest deuten viele unserer heutigen Eigenarten darauf hin, die wir zweifellos von unseren Vorfahren geerbt haben. Dieses Verhalten ist aber nicht nur die Ursache für Gewalt und Krieg, sondern es war überhaupt erst der Treibstoff zur Bildung von Staaten und damit zur Entstehung unserer Zivilisation.

Schon in der Urgesellschaft wurden wahrscheinlich die Besiegten, hauptsächlich die Frauen und die Kinder, oft in den eigenen Stamm integriert. Aber selten gleichberechtigt. Sie gehörten ja schließlich der feindlichen Gruppe an. Deshalb mussten sie die weniger beliebten Arbeiten erledigen, zu denen offensichtlich auch sexuelle Dienste gehörten.

Auch wenn noch viel geforscht werden muss, liegen die Auswirkungen hiervon offen auf der Hand. Gleich mehrere typische Erscheinungen können so erklärt werden: Die Sklavenhaltung, die Entstehung von Klassengesellschaften mit Ständen und Kasten sowie die häufige Unterdrückung und Zwangsverheiratung von Frauen (Trotzdem gab es auch immer Frauen, die nicht unterdrückt wurden. Und einige von ihnen wurden ja sogar zu Stammesführerinnen, Königinnen, Kaiserinnen, Präsidentinnen, Premierministerinnen und Bundeskanzlerinnen).

Noch etwas ist typisch für unsere Gruppendynamik: Der äußere Feind wird regelmäßig zur inneren Festigung der Gruppe benötigt. Damit werden Abweichler und Konkurrenten des Herrschers zu folgsamen Untertanen. Das ist das profane Mittel, um sie bei der Stange zu halten. Es ist ein immer wieder sehr gut funktionierendes Prinzip.

Für die optimale Entwicklung eines hierzu notwendigen Feindbildes sind Not und Neid hilfreich, oder anders gesagt, große Unterschiede in der Art zu leben. Das verursacht bis zum heutigen Tag immer wieder nach dem gleichen Muster ablaufende historische Prozesse.

So war es auch schon in der Jahrtausende andauernden Epoche, in der wir von Nomaden zu sesshaften Bauern wurden. Oft ging es den fortschrittlicher lebenden Bauern besser, als den Herumreisenden. Und immer wurden die Bauerngemeinschaften irgendwann von benachbarten, meist nomadisch lebenden Stämmen aus Not oder Gier heraus erobert, bis diese wiederum später vom nächsten Nomadenstamm überrannt wurden.

Da in diesem Zeitraum nach und nach die Geschichtsschreibung begann, wurde das auch mit zunehmender Genauigkeit von der Wissenschaft erforscht. Es passierte besonders häufig im Zweistromland, ebenso aber auch im alten Ägypten, in Indien, in China und sogar im damals doch so abgeschnitten liegenden Lateinamerika.

Immer standen dann die Überlebenden des eroberten Stammes den Eroberern zur Verfügung. Oft landeten sie als Kriegsgefangene direkt in der Sklaverei. Andere Sieger waren hingegen schlauen. Die eroberten Bauern wurden jetzt von den neuen Herrschern beschützt, die nun als Soldaten mit dem König an der Spitze alles überwachten. Als Gegenleistung mussten die Alteingesessenen Abgaben an die so entstandene Aristokratie entrichten. Somit kann man davon ausgehen, dass Tributzahlungen und Schutzgelderpressungen die ältesten Steuern der Welt sind. Erkennbar ist das auch daran, dass so etwas bis zum heutigen Tag in der sogenannten Unterwelt und in der Dritten Welt passiert. Gleichzeitig sorgte die Herausbildung von Kasten und Ständen aber auch dafür, dass alles immer so bleibt wie es ist. Die Nachfahren sollten ja später ebenfalls von der Übernahme des fremden Volkes profitieren. Aus dem gleichen Grund wurden und werden auch gern die Führungspositionen weitervererbt, was immer wieder zur Entstehung von Erbmonarchien führte und zu Erbdiktaturen führt (wobei es hier außer der Bezeichnung keinen Unterschied gibt).

Auf diese Weise entstanden ursprünglich die Staaten. Jahrtausendelang war deshalb die Fremdherrschaft die Regel und nicht die Ausnahme. Es spielte sogar noch bis in das 20. Jahrhundert hinein keine Rolle, wer als König oder Kaiser dem Staat vorstand. Wichtig war nur, dass er dem Stand des Hochadels entstammte. Das hatte schließlich im Ersten Weltkrieg dazu geführt, dass der deutsche Kaiser Wilhelm II. sogar gegen seine Cousins, den russischen Zaren Nikolaus II. und den britischen König Georg V. Krieg führte. Damit war der Erste Weltkrieg auch eine Familienfehde, obwohl der britische König keinen Einfluss auf das Geschehen hatte.

Aber auch, dass der Staat für mehr als nur für Krieg zuständig ist, für uns heute so selbstverständlich, ist eine Entwicklung, die sich erst vor rund 200 Jahren weltweit abzuzeichnen begann. Wohltaten und Verantwortlichkeiten durch den Staat waren vorher immer nur die Ausnahme - auch wenn es diese schon in der Antike für bestimmte Schichten der Bevölkerung gab.

Obwohl alle historischen Ereignisse sehr unterschiedlich verlaufen, kann man mehr oder weniger stark immer wieder die gleichen Grundmuster finden. Diese liegen in unserem meist unbewussten Verhalten begründet. Allerdings erkennen wir das nur selten, da wir auch Meister der Selbsttäuschung sind, wie uns Verhaltens- und Gehirnforscher inzwischen bestätigen.

Zum Verständnis unserer gegenwärtigen Geschichte möchte ich hier noch einen weiteren wichtigen Aspekt nennen: Manchmal wechseln wir die Gruppe, suchen uns als Team selber einen neuen Anführer oder erobern als ursprünglich unterdrückte Gruppe die Macht. In vielen Revolutionen war das so, aber auch bei der Deutschen Wiedervereinigung. Die Idee der Demokratie wurde hierbei nachweisbar schon vor 2.500 Jahren realisiert. Der Athener Stadtstaat konnte so seine Macht entfalten und wenig später entstand auf ähnliche Art und Weise die fast explosionsartig wachsende Römische Republik. Ein späteres Beispiel vergleichbarer Prozesse war die Entstehung des britischen Empires als Folge des Exports der in der Glorious Revolution entstandenen britischen Liberalität*. Ebenso war aber auch die Expansion der USA und die starke Zuwanderung in dieses Land ein Ergebnis der im Vergleich zu anderen Ländern deutlich stärkeren Freiheiten. In allen diesen Fällen führten bessere persönliche Entfaltungsmöglichkeiten zu starkem wirtschaftlichen und geopolitischen Wachstum. Und selbst die durch Mohamed mithilfe des Islams geeinten arabischen Stämme konnten in der Mitte des 7. Jahrhunderts nur durch ihre religiöse und damit auch wirtschaftliche Toleranz zur Weltmacht aufsteigen. Unter ihnen erreichte die Wissenschaft eine neue Blüte. Eine Situation, die man sich heute in den als Folge des Dogmatismus immer mehr in die Rückständigkeit verfallenen muslimischen Ländern nicht mehr vorstellen kann.

Mit Sicherheit kann man aber auch davon ausgehen, dass es demokratische Formen des Zusammenlebens schon lange vorher gab. Ebenso gab es viele demokratische Gepflogenheiten in den mittelalterlichen Gesellschaften, besonders in den Städten. Aber auch Herzöge und Könige kamen anfangs nur durch Wahl an die Macht und selbst die von den Päpsten zu Kaisern erhobenen Könige wurden noch bis in die Neuzeit hinein vorab durch ein Kuratorium gewählt (in der späteren Zeit gab es dann aber meist nur noch einen Kandidaten). Bei den Wahlen spielte aber auch immer Korruption eine große Rolle.

Leider haben sich aber die heute so moderne Demokratie und der verantwortungsbewusste Staat bisher nur sehr ungenügend durchgesetzt. Anderseits ist aber auch nicht jeder autoritär regierte Staat von vornherein schlecht. Es können hier sogar Probleme und Krisen viel effektiver abgewendet werden (das Risiko in das Abrutschen in Gewalt ist dann aber deutlich höher). Es hat alles immer zwei Aspekte, wie schon die alten Chinesen mit ihrem Yin und Yang erkannt hatten.

Das scheint auch der Grund zu sein, warum sich einmal Erreichtes nie dauerhaft etabliert. Schon Aristoteles hat diese Dynamik als Verfassungskreislauf mit immer wiederkehrenden Prozessen beschrieben. In der Gegenwart zeigt die steigende Politikverdrossenheit die Schwächen der Demokratie sehr deutlich. Anderseits sind die immer gravierender werdenden weltweiten Probleme nur noch durch gemeinsame Anstrengungen zu lösen. Die bisher ständig wiederholten Methoden von Gewalt, Krieg und Unterdrückung sind und waren immer der falsche Weg. Wir Menschen behaupten immer, dass wir zu vernünftigen Lösungen fähig wären. Das sollten wir endlich auch einmal dauerhaft beweisen.

Was wird die Zukunft bringen:

In der Praxis bedeutet Leben aber auch immer wieder Veränderung. Da Macht außerdem immer korrumpiert, muss einmal Erreichtes ständig wieder aufs Neue erstritten werden. Doch von Dauer war das bisher noch nie. Manchmal gelang so etwas aber zumindest für mehrere Jahrhunderte.

Aber auch hierbei veränderten sich die Situationen immer wieder. Um noch einmal auf das Beispiel der 500 Jahre existierenden Römischen Republik zurückzukommen. Dort sind aus der Zeit der Republik mehrere Volksaufstände überliefert. Diese richteten sich gegen die Patrizier und den von ihnen beherrschten Senat. Aus linguistischer Sicht müssen es aber ursprünglich die Väter gewesen sein, die nach dem Sturz des letzten etruskischen Königs die politische Macht übernahmen. Die Väter hatten schließlich auch deutlich mehr Lebenserfahrungen. Doch sie wurden korrupt. Außerdem verhalfen sie ihren Nachkommen zu besseren wirtschaftlichen Bedingungen und versorgten diese mit guten Ämtern. Aus dem lateinischen Begriff "patres" (deutsch für Väter) entstand so der Begriff für die Schicht der Patrizier. Diese herrschende Gruppe wurden aber später von den gewählten Volkstribunen kontrolliert und damit stark in ihren Handlungsfähigkeiten eingeschränkt. Es entstand ein sehr stabiles System, welches erst durch Gaius Iulius Caesar mit der Errichtung des ersten Kaisertums zerstört wurde.

Niemand in unserer Zeit weiß somit, ob der derzeit weltweit praktizierte Aufbau westlicher Demokratien und einer internationalen Ordnung mit Einrichtungen wie beispielsweise der UNO, der WHO und des IWFs wirklich irgendwann dauerhaft zu weltweiter politischer Stabilität führen wird. Noch sind wir außerdem weit vom gewünschten Ziel entfernt. Das zeigen allein die vielen immer noch ausbrechenden Kriege. Außerdem besteht schon jetzt ein dringender Reformbedarf in den Ländern, in denen zum Schein das Ziel bereits erreicht wurde. Ohne wirkliche Abschaffung von Lobbyismus und Parteispenden durch einflussreiche, aber für das Gemeinwohl schädliche Minderheiten und ohne effektive Besteuerung und damit einhergehende Entmachtung von Milliardären wird man dieses Ziel aber nie erreichen. Reformen sind mehr als überfällig. Allein die steigenden Wahlergebnisse von populistischen Parteien zeigen, dass die Luft bereits brennt.

Falko Göthel

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Anmerkungen:

Es handelt sich bei meinen Ausführungen um eine Theorie, die plausibel und sehr wahrscheinlich ist, aber wie alle Theorien nicht unbedingt komplett stimmen muss und weiterentwickelt werden sollte. Entstanden sind diese Erkenntnisse aus meinem lebenslangen Interesse an historischen Ereignissen, an der weltweiten Geschichte der Menschheit, an Naturwissenschaften allgemein und an Philosophen wie beispielsweise Sigmund Freud und Friedrich Nietzsche. Hunderte von Artikeln in Zeitungen und Zeitschriften, zahlreiche Bücher, unzählige Fernsehsendungen, Veröffentlichungen im Internet, Gesellschaftskritiken, Reiseerfahrungen (ich habe mehr als 30 Länder besucht und zum Teil auch dort gearbeitet) und nicht zuletzt auch die mit spitzer Feder geschriebenen Beiträge von Satirikern, die oft genau den Kern des von ihnen kritisierten Problems treffen, haben bei mir allmählich dieses Geschichtsbild entstehen lassen. Es handelt sich deshalb nicht um eine wissenschaftliche Arbeit. Somit kann ich auch nur wenige Quellen angeben. Tatsächlich sind aber fast alle meiner hier angesprochenen Punkte schon vorher so oder ähnlich von vielen anderen Menschen geäußert und aufgeschrieben worden. Ich habe diese hier lediglich zusammengefasst.

Stellvertretend für meine Vielzahl an meist nur schwer und oft nicht wieder auffindbaren Quellen möchte ich aber noch das Buch "Geschichte im Überblick" von Imanuel Geiss vorstellen, da hier besonders im Vorwort und in der Einleitung viele Mechanismen und die Einheit der historischen Prozesse sehr ausführlich beschrieben werden. Diese Erkenntnisse sind in Kurzform in meinem obigen Text eingeflossen. Zurecht wird in diesem Buch aber auch die Kurzsichtigkeit der gegenwärtigen Geschichtswissenschaft kritisiert. Diese sind die Ursache für so viele fehlerhaft und einseitig ausgerichtete Publikationen. Auch wenn meine Veröffentlichungen mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenso Fehler beinhalten, schließe ich mich der Meinung von Imanuel Geiss an, dass eine Weiterentwicklung der gegenwärtig zu großen Teilen mit Scheuklappen ausgestatteten Geschichtswissenschaft dringend von Nöten ist. Denn nur wenn wir richtig verstehen, wie wir überhaupt ticken, haben wir eine Chance die Probleme in unserer globalisierten Welt zu lösen. Und sie ist globalisiert und wird es als Folge des technischen Fortschritts immer stärker, auch wenn viele Blindgänger unter uns das nicht wahrhaben wollen.

Anmerkung zu der Tötung von Artgenossen:

Was die Tötung von Mitgliedern der eigenen Art angeht, kann unser Eindruck auch subjektiv sein. Die Medien spielen hier eine große Rolle, da zum Beispiel über gewalttätige Auseinandersetzungen und Kriege im Grunde genommen immer berichtet wird und nur selten über den normalen Alltag. Außerdem sind trotz aller Forschungen unsere Kenntnisse über das Verhalten von Tieren in freier Wildbahn noch relativ ungenau.

Anmerkung zur britischen Liberalität:

Die weitgehend friedlich verlaufende Revolution von 1688/89 beendete in Großbritannien eine 40 Jahre andauernde Phase von Bürgerkriegen und Gewaltherrschaften. Der bis heute bestehende Parlamentarismus und religiöse Toleranz waren das Ergebnis dieser Glorious Revolution. Zwar unterschieden sich die Rechte der einzelnen Bürger noch stark von heute, aber insbesondere die religiöse Toleranz führte zur Entstehung des Liberalismus und damit einhergehend zur Realisierung früher Formen der Menschenrechte (ältere Nachweise der Formulierung von Menschenrechten stammen hingegen aus dem afrikanischen Mali (13. Jahrhundert) und aus Memmingen (1525).

Die damit einhergehenden Freiheiten führten zu wirtschaftlicher Prosperität und zum Beginn der Industrialisierung mit einer gewaltigen technischen Überlegenheit. Besonders dank des jahrzehntelangen Betreibens von William Wilberforce wurde schließlich 1834 im gesamten britischen Machtbereich die Sklaverei verboten. Beide Umstände öffneten Tür und Tor für die Erweiterung des britischen Weltreiches zur größten Kolonialmacht der Geschichte. In allen Kolonien galt nun britisches Recht, allerdings mit Einschränkungen. So gab es zum Beispiel in den Kolonien kein Wahlrecht und auch die Verwaltung der Steuern verblieb in England. Diese Fehler führten schon 1776 zur Abspaltung der USA und schließlich im 20. Jahrhundert auch zum Zerfall des Kolonialreiches. Trotzdem gibt es immer noch eine enge Verbundenheit mit dem einstigen Mutterland. Das zeigt die Mitgliedschaft der meisten ehemaligen Kolonien im Commonwealth of Nations.

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