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Thüringen - Städtereiseziele

Erfurt - Bildungs- und Gedenkstätte im ehemaligen Stasigefängnis

Noch heute ist bei den alteingesessenen Erfurtern der Begriff Andreasstraße gleichbedeutend mit politischer Gefangenschaft, denn hier befand sich zu DDR-Zeiten das Untersuchungsgefängnis des berüchtigten Ministeriums für Staatssicherheit (kurz Stasi genannt) und gleich daneben die Bezirksverwaltung dieser Organisation. Deshalb hatte einst auch niemand den Wunsch diese Gebäude in der am Domplatz beginnenden Andreasstraße von innen zu sehen.

Am Morgen des 04. Dezembers 1989 begehrten dann aber doch einige mutige Bürger um Einlass - und das mit Erfolg, denn sie hatten gleich einen Militärstaatsanwalt dabei, mit dessen Hilfe Sie die Gebäude erfolgreich besetzten. Es war nämlich Gefahr in Verzug: Die durch die friedliche Revolution in der DDR stark in Bedrängnis geratene Staatssicherheit hatte im Dezember alle Hände voll damit zu tun, sämtliche im Verlauf von Jahrzehnten angesammelten Akten zu verbrennen, und damit wichtige Beweise für ihr menschenverachtendes Tun. Durch die Besetzung konnte jedenfalls die weitere Vernichtung der Stasiunterlagen gestoppt werden. Gleichzeitig war diese mutige Handlung die Initialzündung zur Besetzung aller anderen Stasibehörden in der DDR und damit zugleich der Beginn der Auflösung dieser Organisation.

Seit 2013 befindet sich in dem ehemaligen Gefängnisbau die Gedenk- und Bildungsstätte Erfurter Andreasstraße, zu der eine kostenlos zu besichtigende Dauerausstellung gehört. Anhand von Bildern ist dabei der Zustand der Anlage in den 1990er Jahre zu sehen. Damals sah alles noch schrecklicher aus, denn einiges, wie die deprimierenden Freiganghöfe oder die mit Glasbausteinen vermauerten Fensteröffnungen der Zellen, ist inzwischen verschwunden. Die Ausstellung befasst sich allerdings nicht nur mit dem ehemaligen Stasigefängnis, sondern auch mit der politischen Wende in der DDR. Neben dem Gefängnis wurde deshalb ein von dem Comiczeichner Simon Schwartz gestalteter Glaskubus aufgestellt, auf dem Motive von der Wende in Thüringen zu sehen sind. Ergänzt wird die Ausstellung mit originalen Bildern von der aufregenden Zeit von 1989 und 1990.

Öffnungszeiten: Dienstag und Donnerstag von 12:00 Uhr bis 20:00 Uhr sowie Freitag, Samstag und Sonntag (inkl. Feiertage) von 10:00 Uhr - 18:00 Uhr. Um 14:00 Uhr finden außerdem an den Sonntagen Führungen statt, die bei angemeldeten Gruppen auch außerhalb dieser Zeit möglich sind. Weitere Auskünfte unter Telefon 0361-219212-0 und unter www.stiftung-ettersberg.de.

Anklickbare Bildergalerie mit Sehenswürdigkeiten und touristischen Informationen über Erfurt:

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Weg zur Erfurter Bildungs- und Gedenkstätte im ehemaligen Stasigefängnis: 

Hier kann die Route zu diesem Ausflugsziel vom aktuellen Standort aus berechnet werden. Außerdem bieten wir die GPS-Daten als Wegpunkt zum Download im GPX-Format an, für den Import in Navigationsgeräten und in Google Earth. Die GPS-Daten lauten: Latitude = 50.9786 und Longitude = 11.0233.

Hier ist das Museum Erfurter Gedenkstätte im ehemaligen Stasigefängnis in der Andreasstraße als Markierung auf der Landkarte bzw. dem Stadtplan von OpenStreetMap zu sehen:

Lageplan als größere Karte zeigen.

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