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Mecklenburg-Vorpommern - Ausflugsziele

Historisch-Technisches Museum Peenemünde


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Ursprünglich befand sich an der Nordwestspitze der Insel Usedom einmal eines der innovativsten Zentren der Welt. Hier wurde wissenschaftlich-technische Pionierleistung erbracht und im Jahr 1942 weltweit das erste Mal eine Rakete gestartet. Leider diente die Forschung in der damaligen Heeresversuchsanstalt Peenemünde, so hieß die 1936 unter äußerster Geheimhaltung errichtete Anlage damals, nur militärischen Zwecken und hatte den Tod tausender Menschen zur Folge. Neben der Entwicklung und dem Test zahlreicher Flugkörper, die in Richtung Ostsee gestartet und von der Insel Ruden aus beobachtet wurden, konnte hier während des Zweiten Weltkrieges der als V2 bekannt gewordenen Raketentyp zur Serienreife entwickelt werden. Selbst die Produktion dieses neuartigen Waffensystems wurde ursprünglich in Peenemünde aufgebaut. Hierfür wurden KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter missbraucht, die ihren Einsatz zu einem großen Teil mit dem Leben zahlten.

Wenn auch die Entwicklung der Raketen auf so inhumane Art begann, so wurde doch in Peenemünde der Grundstein für die heutige Raumfahrt gelegt. Ohne das von den Amerikanern übernommene Personal und den von der Sowjetunion demontierten Anlagen hätten beide Staaten nicht so bald (wenn überhaupt) ihre Raketenprogramme aufbauen können.

Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb der größte Teil der ehemaligen Heeresversuchsanstalt als Sperrgebiet der Armee für die Öffentlichkeit unzugänglich. Der Werksflughafen wurde zum Beispiel zu einem Stützpunkt der NVA-Luftwaffe und die Hafenanlagen wurde von der Marine genutzt. Das ehemalige Versuchsgelände und spätere Sperrgebiet der Armee reichte bis zum Ortsrand von Karlshagen, wo ursprünglich die höheren Angestellten der Versuchsanstalt in den heute noch existierenden Häusern wohnten.

Seit 1991 ist ein großer Teil dieses Areals, allerdings nicht alles, für die Öffentlichkeit zugänglich. Im ehemaligen Heizwerk wurde ein Museum eingerichtet, in dem der Besucher Interessantes zur Geschichte der Heeresversuchsanstalt, über die Entwicklung der Raketen und der Raumfahrt als auch über die Luftfahrt im Allgemeinen erfährt. Auf dem Außengelände sind unter anderem auch ein Nachbau der V2 zu sehen und ein S-Bahnzug der einst innerhalb des Geländes verkehrenden Werkbahn. Außerdem dient das Dach des Heizkraftwerks heute als Aussichtsturm.

Aber auch außerhalb des Museums gibt es in Peenemünde viel zu sehen und zu erleben. An die Geschichte erinnern hier ein begehbares sowjetisches U-Boot und ein Marineschiff der DDR. Außerdem kann man vom inzwischen zivil genutzten Flughafen zu Rundflügen starten und mit dem Spielzeugmuseum und der Phänomenta sorgen zwei weitere Einrichtungen für Kurzweil. Damit ist Peenemünde ein beliebter Anlaufpunkt für Ostseeurlauber und ein ideales Ausflugsziel für die ganze Familie, ganz besonders wenn einmal kein Badewetter ist, aber auch bei schönem Wetter.

Wer viel Zeit mitbringt, kann außerdem auf einem 25 km langen Rundweg (am besten mit dem Fahrrad) weitere Überbleibsel der originalen Anlagen besichtigen. Dort gibt es Hinweistafeln mit entsprechenden Informationen. Ein kleines Manko bleiben aber die ehemaligen, heute in einem gesperrten Naturschutzgebiet liegenden Raketenstartplätze. Diese dürfen aber immerhin bei einer vom Museumsverein organisierten Rundfahrt besichtigt werden.

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Öffnungszeiten und weitere Informationen über das Ausflugsziel Historisch-Technisches Museum Peenemünde:

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Hier kann auch eine Veranstaltung für Peenemünde eingetragen werden.

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Lage des Historisch-technischen Informationszentrums (ehemalige Heeresversuchsanstalt) in Peenemünde:

Hier kann die Route zu diesem Ausflugsziel berechnet werden, auch vom aktuellen Standort aus. Außerdem bieten wir die GPS-Daten als Wegpunkt zum Download im GPX-Format an, für den Import in Navigationsgeräten und in Google Earth. Die GPS-Daten lauten: Latitude (Breitengrad) = 54.13826 und Longitude (Längengrad) = 13.76888.

Das Museumsgelände im Heizkraftwerk der ehemaligen Heeresversuchtsnastalt 17449 Peenemünde (Eingabe Navigationsgerät: Im Kraftwerk in 17449 Peenemünde) mit Straßenkarte und Zoomfunktion auf der Landkarte von OpenStreetMap:

Lageplan als größere Karte zeigen.

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Als ich neulich in meinem handlichen und schlauen Funkfon blätterte, wurde ich gemobbt. Und weil ich nicht weiß wo der Ausschalter ist, mobbt es mich noch immer.

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